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Kostendruck endet in einer Mängelliste

Wer jemals in seinem Leben baut, wird Überraschungen erleben, die Zeit und Geld kosten. Das war bei der am Freitag eingeweihten 15-Millionen-Erweiterung des Städtischen Klinikums in Neunkirchen nicht anders. Mit dreieinhalb Jahren Bauzeit hatte jedenfalls keiner gerechnet. Nun muss man abwarten, ob sich der mehrgeschossige Neubau und seine Einrichtung im Praxisbetrieb vollauf bewähren

Wer jemals in seinem Leben baut, wird Überraschungen erleben, die Zeit und Geld kosten. Das war bei der am Freitag eingeweihten 15-Millionen-Erweiterung des Städtischen Klinikums in Neunkirchen nicht anders. Mit dreieinhalb Jahren Bauzeit hatte jedenfalls keiner gerechnet. Nun muss man abwarten, ob sich der mehrgeschossige Neubau und seine Einrichtung im Praxisbetrieb vollauf bewähren.Das ist keineswegs selbstverständlich, wie sich jetzt in der vor acht Wochen fertig gestellten Gebläsehalle zeigt. Sicher: Fast alle Besucher sind von dem neuen Neunkircher Veranstaltungs- und Kulturtempel beeindruckt. Es gab schon tolle Ereignisse dort, im Großen und Ganzen hat die Gebläsehalle ihre Feuertaufe bestanden. Aber nach und nach werden auch ein paar unglückliche Planungsfehler sichtbar. Die Bühne ist ein Stück zu niedrig, am Eingang zieht's wie Hechtsuppe. Störende Geräusche sendet die Heizungs- und Lüftungsanlage aus. Die aus dem Bürgerhaus übernommene Beschallungsanlage ist zu schwach. Und der Umstand, dass das Gestühl auf dem Hof in externen Containern gelagert werden muss, kann kaum als Weisheit letzter Schluss gelten. Wer das alles ehrlich analysiert, wird einräumen, dass ein wohl doch zu enger Etatrahmen und ein sehr strikter Zeitplan bei der Gebläsehalle leider auch Nachteile hatten.