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Kommentar
Alle müssen in die Pedale treten

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Es hat lange gedauert, bis man im Autoland Saarland, in dem in der Tat viele Jobs am Fahrzeugbau hängen, mal ernst nahm, dass sich auf den Straßen was tut. Von Oliver Schwambach
Oliver Schwambach

Dank mittlerweile bezahlbarer E-Bikes sind nämlich auch die tausend Hügel des Saarlands bezwingbar. Und viele könnten bequem mit dem E-Rad auch zur Arbeit fahren und nicht bloß zum Spaß radeln. Das täte der eigenen Gesundheit gut, schonte die Umwelt und ersparte einem Nerverei im Stau. Insofern kommt die Radstrategie von Verkehrsministerin Rehlinger zwar spät und finanziell mit wenig Luft im Reifen, aber es ist zumindest mal ein beherzter Tritt in die Pedale. Damit der Alltagsradverkehr aber wirklich in Gang kommt, müssen die Kommunen mitstrampeln und echte Rad-Infrastruktur schaffen, damit sich Radfahrer sicher fühlen. Mit ein bisschen Farbe und via Pinselstrich vom Autostrom abgetrennten Radspuren ist das definitiv nicht getan.