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Personalnot in den Kliniken
Kliniken rufen nicht alle Mittel für mehr Pflegekräfte ab

2016 wurden in den 22 Saar-Kliniken demnach 24,50 Vollzeitstellen zusätzlich geschaffen, 2017 waren es 48,37 Stellen.
2016 wurden in den 22 Saar-Kliniken demnach 24,50 Vollzeitstellen zusätzlich geschaffen, 2017 waren es 48,37 Stellen. FOTO: Felix Kästle / dpa
Saarbrücken. Die Bundesregierung hat für die Jahre 2016 bis 2018 zwar ein Förderprogramm für zusätzliche Pflegestellen in Krankenhäusern aufgelegt, doch nicht in allen saarländischen Kliniken sind auch tatsächlich mehr Pflegekräfte eingestellt worden. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Das bemängeln die Krankenkassen seit längerem. Nun teilte das saarländische Gesundheitsministerium nach einem Spitzentreffen mit der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG) mit, dass nicht alle Träger die Mittel bislang abgerufen hätten, weil die Förderkriterien im Wege gestanden hätten. 2016 wurden in den 22 Saar-Kliniken demnach 24,50 Vollzeitstellen zusätzlich geschaffen, 2017 waren es 48,37 Stellen. Darüber hinaus seien die Rahmenbedingungen für zusätzliche 40 Neueinstellungen für die Freistellung von Praxisanleitern geschaffen worden.


Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) und die SKG-Spitze forderten, das Pflegestellenförderprogramm auszubauen und die Förderbedingungen zu vereinfachen. „Es muss mehr Geld im System zur Verfügung stehen“, forderten beide Seiten. SKG-Chef Alfons Vogtel: „An der Pflege kranker Menschen darf nicht gespart werden.“