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Krankenhaus-Investitionen
Saar-Kliniken wollen 480 Millionen investieren

 Unter den Vorhaben sind auch zwei komplette Klinik-Neubauten.
Unter den Vorhaben sind auch zwei komplette Klinik-Neubauten. FOTO: dpa / Jens Büttner
Saarbrücken. In Neunkirchen und Lebach wollen die Träger ihre alten Krankenhäuser durch Neubauten ersetzen. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Die Träger der saarländischen Krankenhäuser planen bis 2025 massive Investitionen in die Gebäude und die Medizintechnik ihrer aktuell 25 Standorte. Dem saarländischen Gesundheitsministerium wurden nach Angaben von Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) Projekte von rund 480 Millionen Euro gemeldet.


Unter den Vorhaben sind auch zwei komplette Klinik-Neubauten. So will die Cusanus-Trägergesellschaft Trier für ihr Krankenhaus in Lebach (208 Betten) das 40 Jahre alte Bettenhaus durch einen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft ersetzen. Baubeginn soll 2019 sein, Fertigstellung 2022. Nach SZ-Informationen gibt es auch für den Neubau des Diakonie-Klinikums in Neunkirchen (308 Betten) konkrete Pläne. Der Träger, die Kreuznacher Diakonie, bestätigte auf Anfrage, dass er sich in Gesprächen darüber mit dem Gesundheitsministerium befinde. Ein Neubau des ehemals städtischen Krankenhauses ist aus Sicht des Trägers wirtschaftlich vernünftiger als eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Hauses.

Der Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried (SPD), der dem Aufsichtsrat des Diakonie-Klinikums angehört, sagte, die Pläne seien noch in einer frühen Phase. Die Stadt suche derzeit ein geeignetes Grundstück, vorzugsweise in der Innenstadt. Demnächst werde man der Kreuznacher Diakonie ein Angebot machen. „Es wäre sehr begrüßenswert, wenn es zu einem Neubau käme“, sagte Fried.



Ob die Träger alle Vorhaben in Höhe von 480 Millionen Euro realisieren, wird auch davon abhängen, wie stark sich das Land jeweils beteiligt. Es stellt für Krankenhaus-Investitionen pro Jahr 32,5 Millionen Euro zur Verfügung; hinzu kommen zwölf Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes und der Co-Finanzierung des Landes. Im Schnitt übernimmt das Land nach Angaben Kollings 30 bis 40 Prozent der Investitionskosten. Die Träger fordern allerdings eine stärkere Beteiligung.