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Kindeswohl ist Aufgabe für jeden in unserer Gesellschaft

St. Ingbert/Homburg. Kürzlich wurde dem Saarpfalz-Kreis bescheinigt, dass er mit 19,5 Prozent Betreuungsquote bei den Kleinkindern der quantitativ beste Kreis im Saarland ist und auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Aber nicht nur die Quantität zählt, vielmehr setzt der Saarpfalz-Kreis auch auf Qualität, was der jüngste Fachtag deutlich belegte

St. Ingbert/Homburg. Kürzlich wurde dem Saarpfalz-Kreis bescheinigt, dass er mit 19,5 Prozent Betreuungsquote bei den Kleinkindern der quantitativ beste Kreis im Saarland ist und auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Aber nicht nur die Quantität zählt, vielmehr setzt der Saarpfalz-Kreis auch auf Qualität, was der jüngste Fachtag deutlich belegte. Thema des Fachtags, der in der Aula des Christlichen Jugenddorfs vor über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt wurde, war die "Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung". Auf Initiative von Klaus Guido Ruffing, Leiter des Kreisjugendamtes, fand die Tagung statt. Ruffing: "Im Jahre 2005 wurden bei der Fortschreibung des Kinder- und Jugendhilferechts im Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (Kick) die Verfahrensweisen in Kinderschutzfragen durch die Einführung des § 8 a SGB VIII neu geregelt. Entsprechend den politischen Forderungen nach einem weitergehenden Kinderschutz wurden die öffentlichen Jugendhilfeträger verpflichtet, mit Einrichtungen und Diensten der Jugendhilfe Kinderschutzvereinbarungen zu schließen. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung wurde den Trägern der Kindertageseinrichtungen im Saarpfalz-Kreis gerne zugesagt, spezifische Fortbildungen zu Fragen von Kindeswohlgefährdungen, Krisenintervention und sinnvollen Hilfegestaltungen anzubieten. Mit dem Fachtag 2009 soll hier ein Ausrufezeichen gesetzt werden. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, einen guten fachlichen Standard und einen sensiblen Umgang mit dieser schwierigen Thematik zu erreichen. Kindeswohl ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher sollten alle Kräfte im Kinderschutz vernetzt und themenzentriert zusammenarbeiten. Kinderschutz ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und nicht nur der Jugendhilfe." Deshalb war das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises mit seiner Kita-Fachberaterin Ute Müller auch sehr bemüht, bundesweit geschätzte Dozenten zu finden, mit denen zusammen ein informativer wie effektiver Fachtag ablaufen konnte. Auch Dank der bundesweiten Anerkennung der Arbeit des Kreisjugendamtes gelang es, Doris Beneke zu verpflichten, die als Referentin für Tageseinrichtungen für Kinder beim Diakonischen Werk der EKD einen sehr guten Ruf genießt. Ebenso bekannt und geschätzt ist Lydia Schönecker vom Institut für Jugendhilfe und Familienrecht in Heidelberg, die über "Datenschutz als Schutz der Vertrauensbeziehung in Kindertageseinrichtungen" sprach. red