| 20:55 Uhr

Flüchtlinge
Kerzen für Todesopfer auf dem Mittelmeer

„Bunt statt Braun“: Im Frühjahr dieses Jahres demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den NPD-Parteitag in Saarbrücken.
„Bunt statt Braun“: Im Frühjahr dieses Jahres demonstrierten mehrere Tausend Menschen gegen den NPD-Parteitag in Saarbrücken. FOTO: Iris Maria Maurer
Saarbrücken. Mit 3000 Kerzen will das Aktionsbündnis „Bunt statt Braun Saar“ an die 3000 Menschen erinnern, die in diesem Jahr als Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben sind. Das Bündnis lädt am Sonntag, 10. Dezember, um 16.30 Uhr auf den Tbilisser Platz in Saarbrücken ein. Dort möchte „Bunt statt Braun Saar“ ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzen. Die Veranstalter rufen dazu auf, die Menschenrechte gegen den umgreifenden Rechtspopulismus zu verteidigen. Unter dem Motto: „Refugees still Welcome!“ Von Lisa Kutteruf

Mit 3000 Kerzen will das Aktionsbündnis „Bunt statt Braun Saar“ an die 3000 Menschen erinnern, die in diesem Jahr als Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben sind. Das Bündnis lädt am Sonntag, 10. Dezember, um 16.30 Uhr auf den Tbilisser Platz in Saarbrücken ein. Dort möchte „Bunt statt Braun Saar“ ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzen. Die Veranstalter rufen dazu auf, die Menschenrechte gegen den umgreifenden Rechtspopulismus zu verteidigen. Unter dem  Motto: „Refugees still Welcome!“



Für den Tod der Flüchtlinge im Mittelmeer verantwortlich ist nach Auffassung von „Bunt statt Braun Saar“ auch das Fehlen der gemeinsamen europäischen Asylpolitik. Es sei notwendig, dass sich die Europäische Union der Flüchtlingssituation öffne, etwa durch ein europäisches Seenotrettungsprogramm und eine faire Verteilung der Geflüchteten. Außerdem müsse sich die EU der Frage stellen, wie sie selbst zu Fluchtursachen beitrage, zum Beispiel durch Waffenexporte und eine Handelspolitik, die Märkte in Entwicklungsländern zerstöre.

„Auch saarländische Abgeordnete sollten sich für die Seenotrettung stark machen“, sagt Philipp Weis, Sprecher von „Bunt statt Braun Saar“. Immer wieder taucht das Argument auf, dass erst einmal den eigenen Obdachlosen und nicht den Flüchtlingen aus anderen Ländern geholfen werden sollte. Dazu Weis: „Wichtig ist, dass man die Gruppen nicht gegeneinander ausspielt. Jedem sollte geholfen werden.“