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Kerze-Kerb lockt in die Party-Zone

Der große Kirmesumzug (hier ein Bild aus dem vorigen Jahr) ist der Höhepunkt der „Hinnafelder Kerze-Kerb“. Archiv-Foto: Iris Maurer
Der große Kirmesumzug (hier ein Bild aus dem vorigen Jahr) ist der Höhepunkt der „Hinnafelder Kerze-Kerb“. Archiv-Foto: Iris Maurer FOTO: Iris Maurer
Hühnerfeld. Fünf Tage wird im Stadtteil Hühnerfeld Kirmes gefeiert. Heute Abend fällt der offizielle Startschuss zu dieser großen Freiluftsause, die Gäste von weit her nach „Hinnafeld“ locken wird. cor

Es ist die 35. Auflage der "Hinnafelder Kerze-Kerb", die von heute an im Sulzbacher Stadtteil gefeiert wird. Da sollte man meinen, vieles ist Routine - doch weit gefehlt. Denn neben dem Karl-Holzer-Platz, auf dem die Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Buden aufgebaut haben, wird es diesmal eine neue Party-Zone geben. Der traditionelle Biergarten auf dem Gelände des Kindergartens an der evangelischen Kirche muss wegen der Ausbauarbeiten an der Tagesstätte weichen. "Das Gelände am Sportplatz ist sogar noch etwas größer als das bisherige", erklärt Andreas Sträßer vom Arbeitskreis Hühnerfelder Kirmes und ergänzt stolz: "Einige haben ausgerechnet, dass man zum Herrichten der Fläche mindestens 80 000 Euro braucht. Wir haben es in Eigenleistung für gerade einmal 2000 Euro geschafft."

Trotz der Investition würden die Getränkepreise stabil auf Vorjahresniveau bleiben. Schirmherr in diesem Jahr ist der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Meiser. "Ich bin sicher, dass auch dieses Jahr in Hühnerfeld die Post abgehen wird", so der frühere Quierschieder Bürgermeister, ein erklärter langjähriger Freund des vielleicht größten Volksfestes im Sulzbachtal, "ich danke allen, die sich ehrenamtlich engagieren und für ein tolles Programm sorgen." Das startet wie jedes Jahr am Freitag um 18 Uhr am Sternplatz. Dort wird die Kirmes traditionell von den Schützenvereinen Tell Hühnerfeld und Rohrbach angeschossen, der Kirmeskranz am Zunftbaum aufgehängt. Anschließend zieht man gemeinsam mit den Garden der KaJuKa und zur Musik der Original Fischbacher Musikanten zum Biergarten am Sportplatzkreisel, wo Schirmherr Meiser - trotz gerade erst überstandener Hüftgelenks-Operation - das erste von sicher wieder zahlreichen Fässern anschlagen wird.

Morgen herrscht an der Grühlingstraße Ausnahmezustand. Wegen des Kirmes umzugs wird die Hauptverkehrsader ab 15 Uhr gesperrt sein. Dann setzt sich der Lindwurm aus Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen vom städtischen Bauhof Richtung Sternplatz in Bewegung. "Es haben kurzfristig noch zwei weitere Gruppen ihre Teilnahme angekündigt", sagt Peter Schwarz, der beim Arbeitskreis für den Umzug verantwortlich zeichnet, "insgesamt werden es bestimmt wieder rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer". Die Verantwortlichen rechnen auch in diesem Jahr mit mehreren Tausend Besuchern entlang der sechs Kilometer langen Zugstrecke. Ab Samstag sind dann auch die Fahrgeschäfte geöffnet, die Hühnerfelder Gastronomie ist für den beim angekündigten "Super-Sommer-Feier-Wetter" sicher großen Besucheransturm bis zum Dienstag gut gerüstet. Denn erst dann endet die gute, alte, ganz neue Kerze-Kerb.