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Keine Feier ohne Bayer

 Freudenknäuel: Leverkusens Torhüter Emre Öztürk (unten in der Mitte) wird nach dem gehaltenen Elfmeter von seinen Teamkollegen gefeiert. Foto: Dirk Guldner
Freudenknäuel: Leverkusens Torhüter Emre Öztürk (unten in der Mitte) wird nach dem gehaltenen Elfmeter von seinen Teamkollegen gefeiert. Foto: Dirk Guldner FOTO: Dirk Guldner
Dillingen. Bayer 04 Leverkusen hat zum vierten Mal das U 14-Turnier der DJK Dillingen um den Zender-Talents-Cup gewonnen. Der FC Schalke 04, dessen Trainer Tomasz Waldoch am Endspieltag Geburtstag feierte, schied dagegen im Viertelfinale aus. Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Viele Gratulanten, aber keinen Titel gab es für Tomasz Waldoch zum Geburtstag. Der polnische Ex-Nationalspieler und zweifache DFB-Pokalsieger mit dem FC Schalke 04 wurde am Freitag 42 Jahre alt. Eine große Feier gab es allerdings nicht, denn Waldoch war beruflich im Einsatz. Und zwar in seiner Funktion als U 14-Trainer der Schalker. Die waren als eine von vielen hochkarätigen Fußball-Mannschaften beim Zender-Talents-Cup für U 14-Mannschaften der DJK Dillingen im Dillinger Weiß-Kreuz-Stadion am Start.

"Damit die Jungs sich weiter entwickeln können, müssen sie gegen Top-Gegner spielen - und das ist beim Turnier hier in Dillingen möglich", erklärte Waldoch, der insgesamt 248 Bundesliga-Spiele für Schalke und den VfL Bochum bestritten hat. Als Waldoch 1999 nach Gelsenkirchen wechselte, galt unter dem damaligen Trainer Huub Stevens das berühmte Motto "Die Null muss stehen" - und dies hat Waldoch wohl auch seinen jungen Kickern eingebläut. Denn Schalke gelang ein Kuriosum. In der Vor- und Zwischenrunde endeten alle vier Begegnungen der Königsblauen mit 0:0. Trotzdem reichte es für den Viertelfinal-Einzug der Königsblauen. Dort war dann aber nach einer 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC Berlin aber Schluss. "Immerhin haben wir mit dem Viertelfinale unser Minimal-Ziel erreicht", meinte Waldoch.

Ob einer seiner Spieler einmal den Sprung zu den Profis schafft, das vermochte der 42-Jährige noch nicht zu sagen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist so etwas noch ganz schwer zu beurteilen. Die Jungs haben alle Talent, aber es ist noch ein sehr weiter Weg für sie. Als Trainer-Team sorgen wir in diesem Altersbereich dafür, dass sie sich erst einmal in Ruhe weiter entwickeln können."

Den Titel in Dillingen sicherte sich zum vierten Mal die Mannschaft des Schalker Bundesliga-Konkurrenten Bayer Leverkusen. Bayer gewann im Endspiel mit 1:0 nach Elfmeterschießen gegen Hannover 96. Nach der regulären Spielzeit hatte es 0:0 gestanden. Kai Klefisch verwandelte dann vom Strafstoßpunkt für Leverkusen, Niklas Marusenko scheiterte für Hannover.

Für die drei internationalen Mannschaften war übrigens spätestens im Viertelfinale Schluss: Fenerbahce Istanbul scheiterte dort an Borussia Dortmund. Auch der starke Schlussmann der Türken, Furkay Oskay, der zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde, konnte das Aus nach Elfmeterschießen (3:2) nicht verhindern. Der FC Metz zog gegen den späteren Sieger Leverkusen den Kürzeren (0:1). Der FC Liverpool hatte bereits in der Zwischenrunde die Segel streichen müssen. Ein 1:1 gegen Metz und ein 0:2 gegen den VfL Wolfsburg waren dort zu wenig für das Team von der "Anfield Road".

Chancenlos waren die fünf saarländischen Teams im Teilnehmerfeld. Lediglich der FC Besseringen konnte mit Unentschieden gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg und den Hamburger SV (jeweils 0:0) für zwei Überraschungen sorgen. Besseringen landete am Ende auf Rang 15. Nach Veranstalter-Angaben kamen insgesamt rund 3000 Besucher zu den Spielen ins Dillinger Weiß-Kreuz-Stadion.


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Auf einen Blick: Die Endrunden-Ergebnisse beim Zender-Talents-Cup in Dillingen:Viertelfinale: Borussia Dortmund - Fenerbahce Istanbul 3:2 nach Elfmeterschießen, VfL Wolfsburg - Hannover 96 0:1, Hertha BSC Berlin - FC Schalke 04 2:0, Bayer 04 Leverkusen - FC Metz 1:0. Halbfinale: Borussia Dortmund - Hannover 96 3:4 nach Elfmeterschießen, Hertha BSC Berlin - Bayer 04 Leverkusen 0:1. Finale: Hannover 96 - Bayer Leverkusen 0:1 n. Elfmeterschießen. sem

 Voll konzentriert: Nikos Zografakis von Hertha BSC (rechts) war mit fünf Treffern bester Torschütze des Turniers. Hier liefert er sich ein Laufduell mit dem Schalker Kapitän Moody Chana. Foto: sem
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