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Internationaler Frauentag im Bistum Trier
Katholikinnen fürchten um Aufbauarbeit in Nordsyrien

Saarbrücken/Eppelborn. (ko) Zum heutigen Internationalen Frauentag fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier die Bundesregierung auf, sich für ein Ende des Krieges in der Umgebung der nordsyrischen Stadt Afrin einzusetzen. „Wir sehen die gute Aufbau- und Friedensarbeit gefährdet, die von unseren Projektpartnerinnen in Nordsyrien, besonders in der Region Rojava, bislang geleistet wurde“, sagt Rita Monz aus Eppelborn, Mitglied im Diözesanvorstand der kfd im Bistum Trier. Von Christine Kloth
Christine Kloth

(ko) Zum heutigen Internationalen Frauentag fordert die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier die Bundesregierung auf, sich für ein Ende des Krieges in der Umgebung der nordsyrischen Stadt Afrin einzusetzen. „Wir sehen die gute Aufbau- und Friedensarbeit gefährdet, die von unseren Projektpartnerinnen in Nordsyrien, besonders in der Region Rojava, bislang geleistet wurde“, sagt Rita Monz aus Eppelborn, Mitglied im Diözesanvorstand der kfd im Bistum Trier.


Kinder, ältere Menschen und Frauen, die Zuflucht in der Region gefunden haben und versuchten einen Alltag mit Schul- und Kindergartenbesuch, Existenzsicherung durch landwirtschaftliche oder handwerkliche Betriebe zu gestalten, hätten Angst, wieder alles zu verlieren. Die kfd unterstützt seit 2015 die Stiftung der Freien Frau von Rojava.

Ziel dieser Stiftung ist es, in der Region eine medizinische und selbst verwaltende Infrastruktur aufzubauen. „Dieses Ziel ist aktuell sehr gefährdet, es ist fast unmöglich, irgendeine Art von Versorgung zu gewährleisten, insbesondere in den großen Flüchtlingscamps. Ich verstehe nicht, dass die Welt sich nicht empört über die türkische Militäroffensive, die ein friedliches Gebiet wieder zu einem Krisenherd macht und Menschen in die Flucht treibt“, sagt Rita Monz. Die kfd wünsche sich, dass sich mehr Menschen der Initiative für den Frieden in Nordsyrien anschließen. Die kfd ist mit 28 000 Mitgliedern, darunter 9000 Saarländerinnen, die größte Frauenorganisation im Bistum Trier.