| 20:35 Uhr

Rheinland-Pfalz
Kandel verändert das Klima im Mainzer Landtag

Mainz. Betroffenheit über das Gewaltverbrechen von Kandel und entschiedene Ablehnung von Hass und Hetze haben die erste Plenardebatte des rheinland-pfälzischen Landtags nach der Tat in der Stadt im Süden des Landes bestimmt. Alle Redner zeigten sich gestern entsetzt über den Tod des 15-jährigen Mädchens am 27. Dezember. Mit Ausnahme der AfD wandten sie sich aber zugleich dagegen, das Verbrechen für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Uwe Junge sagte hingegen, es handle sich nicht um einen Einzelfall, sondern um die „Spitze eines Gewaltpotenzials“ aufgrund „der sich weiter fortsetzenden Zuwanderung“. Wer behaupte, dass die Tat des Flüchtlings und ehemaligen Freundes des Opfers nicht vorhersehbar gewesen sei, offenbare nur seine Unkenntnis, „wie junge afghanische Männer ticken können“.

Betroffenheit über das Gewaltverbrechen von Kandel und entschiedene Ablehnung von Hass und Hetze haben die erste Plenardebatte des rheinland-pfälzischen Landtags nach der Tat in der Stadt im Süden des Landes bestimmt. Alle Redner zeigten sich gestern entsetzt über den Tod des 15-jährigen Mädchens am 27. Dezember. Mit Ausnahme der AfD wandten sie sich aber zugleich dagegen, das Verbrechen für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Uwe Junge sagte hingegen, es handle sich nicht um einen Einzelfall, sondern um die „Spitze eines Gewaltpotenzials“ aufgrund „der sich weiter fortsetzenden Zuwanderung“. Wer behaupte, dass die Tat des Flüchtlings und ehemaligen Freundes des Opfers nicht vorhersehbar gewesen sei, offenbare nur seine Unkenntnis, „wie junge afghanische Männer ticken können“.


Innenminister Roger Lewentz (SPD) erwiderte, die Zeiten seien vorbei, in denen ein ganzes Volk als Täter eingestuft worden sei. „Es ist eine Beziehungstat, es ist keine politische Tat“, betonte der Minister. Nötig seien jetzt rechtsstaatliche Aufklärung statt Hetze.

Oppositionsführerin Julia Klöckner (CDU) warf der AfD vor, „die Gesellschaft aufzuputschen und zu spalten“. Der AfD-Fraktion hielt sie vor: „Sie instrumentalisieren den brutalen Mord für Ihre politischen Zwecke.“



Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) hatte zuvor zu einem respektvollen Umgang mit dem Thema aufgerufen. „Die Öffentlichkeit schaut auf uns“, hatte er gewarnt.