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Kampf ums Brebacher Fest ist noch nicht entschieden

Brebach. Die Zukunft des Brebacher Festes hängt weiter am seidenen Faden. Am Donnerstag tagt der Vorstand des Fördervereins Brebacher Fest. Nur wenn bis dahin die Finanzierung steht, wird Anfang Juli in Brebach gefeiert. Dazu muss der Vergabeausschuss für Fördergeld aus dem Projekt Soziale Stadt einen Zuschuss von etwa 5000 Euro bewilligen Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Brebach. Die Zukunft des Brebacher Festes hängt weiter am seidenen Faden. Am Donnerstag tagt der Vorstand des Fördervereins Brebacher Fest. Nur wenn bis dahin die Finanzierung steht, wird Anfang Juli in Brebach gefeiert. Dazu muss der Vergabeausschuss für Fördergeld aus dem Projekt Soziale Stadt einen Zuschuss von etwa 5000 Euro bewilligen. Das teilte der Fördervereinsvorsitzende Heinz Dieter Appel dem Förderverein und weiteren am Fest interessierten Organisationen mit. Appel sagte: "Die Fixkosten laufen uns davon, Sponsoren springen ab." Rettung sollte Geld aus dem Etat für Sofortmaßnahmen bringen, der beim Projekt Soziale Stadt zur Verfügung steht. Doch der Vergabeausschuss hatte den Förderantrag abgelehnt (wir berichteten). Der Ausschuss besteht darauf, dass gerade in der Wirtschaftskrise in Brebachs Hauptgeschäftsstraße, der Saarbrücker Straße, gefeiert wird. Dort wird aber gebaut. Und deswegen würde das Ordnungsamt ein Fest dort nicht genehmigen. Darauf beruht wiederum das Nein des Vergabeausschusses zum Förderantrag für das Fest. Vergabeausschussmitglied Lothar Bach verlas erneut die Absagebegründung. Darin kritisiert der Ausschuss das Baustellenmanagement in der Saarbrücker Straße und das Fehlen eines vollwertigen Stadtteilmanagements. "Diese Kritik ist gerechtfertigt, darf aber nicht mit dem Fest verknüpft werden", forderte Ulrike Heß vom Gemeinwesenprojekt Bürgerzentrum Brebach."Ich bin nur hier, um unseren Standpunkt zu erklären, eine Entscheidung kann ich ohne die übrigen Mitglieder unseres Gremiums nicht fällen", erklärte Bach unmittelbar nach seiner Stellungnahme und verabschiedete sich danach zu einer Versammlung der evangelischen Kirchengemeinde. Die verbliebenen Brebacher erarbeiteten einen Rettungsplan für ihr Fest (siehe Infokasten).Bezirksbürgermeisterin Anette Hübinger regte an, das Fest nicht mehr als "Riesensause", sondern als familiäre Stadtteilfete zu feiern. Ein Problem könnte sein, dass der Vergabeausschuss-Vorsitzende Manfred Wagner laut Stadtteilmanager Manfred Hahn nicht zu erreichen ist. Wagner habe sich beim für das Projekt Soziale Stadt zuständigen Bauamt bis nächste Woche abgemeldet. Somit steht in den Sternen, ob der Vergabeausschuss dem Förderantrag bis Donnerstag zustimmt. "Die Fixkosten steigen, Sponsoren springen ab."Heinz-Dieter Appel



Auf einen BlickDas Brebacher Fest soll doch am 4./5. Juli steigen. Denn im August seien zunächst noch Ferien, dann Wahlen und der Beginn des Ramadans - dann hätten sich die türkischen Gruppen wohl nicht am Fest beteiligt. Das Fest soll rund um die katholische Kirche und in der Kirchstraße sein. Weil rund um die Kirche Stände stehen sollen, seien zwei Bedingungen des Vergabeausschusses erfüllt, wie auch Hübinger, meint. Sie ist nicht nur Kommunal- und Bundespolitikerin, sondern auch Juristin und kommentiert: "Damit sind Saarbrücker Straße und die Kirchengemeinde integriert." Appel will jetzt schnell einen neuen Antrag stellen, damit der Ausschuss knapp 5000 Euro Zuschuss genehmigt. al