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Kammerorchester der Universität bot Musik auf hohem Niveau

Saarbrücken. Lobt man ein nicht professionelles Orchester, so gerät man leicht in den Verdacht, die Maßstäbe allzu niedrig zu hängen. Schnell haftet dem Lob ein Hauch von Gefälligkeit an

Saarbrücken. Lobt man ein nicht professionelles Orchester, so gerät man leicht in den Verdacht, die Maßstäbe allzu niedrig zu hängen. Schnell haftet dem Lob ein Hauch von Gefälligkeit an. Im Falle des Konzertes in der Reihe "Mendelssohn in Saarbrücken", das das Kammerorchester der Universität am Donnerstag unter Leitung von Helmut Freitag in der Christuskirche gab, hält ein ausdrückliches Lob auch einer genaueren Kritik stand. Lediglich beim "Divertimento di danza" von Genzmer waren die unteren Streicher nicht immer genau abgestimmt. Danach folgte Musik auf hohem Niveau. Gast-Solist Andreas Götzinger (SR) interpretierte das d-moll Violinkonzert von Mendelssohn, dem das von den jungen Musikern gewählte vorsichtige Tempo zugute kam. Götzinger hatte so mehr Raum, um die Läufe in ihrer Melodik zu entdecken. Seiner Auffassung entsprechend, bezüglich eines Werkes nicht bei einer einmal gewonnen Perspektive stehen zu bleiben, entschied er sich bei Bachs Chaconne aus BWV 1004 für die Fassung mit der von Mendelssohn komponierten Klavierbegleitung, die er mit Freitag vortrug. Respekt zu zollen ist auch Magdalena Stockmann für ihre Interpretation des Es-Dur Konzertes von Neruda auf einer Drehventiltrompete. Dass sich das Orchester weiterentwickelt hat, bewies es bei seinem Repertoirestück von Holst. Freitag organisiert die Reihe mit Werner Grothusmann, Regionalkantor des Bistums Trier, und Christoph Hauschild von der Ev. Kirchengemeinde St. Johann. anw