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Junge Liberale bezweifeln Nutzen von Bahnverbindung

Homburg. Die Jungen Liberalen in Homburg warnen vor der Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken. Die Bahn sei nicht so flexibel wie der Bus und würde ihm gleichzeitig Konkurrenz machen. Die Preise könnten steigen. red

Seit einiger Zeit ist die Bahnstrecke zwischen Homburg und Zweibrücken wieder in der Diskussion, es werden demnächst 1500 Unterschriften bei der Landesregierung übergeben von Bürgern, die diese Strecke gerne wieder hätten. Die Jungen Liberalen (JuLis) Homburg warnen nun davor, den Nutzen einer reaktivierten Bahnstrecke zwischen Zweibrücken und Homburg überzubewerten. "Der Regio-Bus R7 ist eine gut funktionierende und finanziell sinnvolle Nahverkehrslinie. Konkurrenz durch eine Bahnverbindung könnte dies aber schnell ändern: weniger Busse, höhere Preise; und die Bahnhöfe auf der Strecke sind bei Weitem nicht so gut zu erreichen wie die Bushaltestellen. Auch für die Beförderung von Schülern eignet sich die Bahn weitaus weniger als der bestehende Bus. Ein Busfahrplan kann wesentlich besser an Unterrichtszeiten angeglichen werden. Außerdem befinden sich die meisten Schulen in einiger Entfernung zu den Bahnhöfen, jedoch in der Nähe einer Bushaltestelle" kritisiert Marius Weis, stellvertretender Ortsvorsitzender der JuLis Homburg.

Die erwartete Entlastung der B423 sei ebenfalls kritisch zu sehen. Bei starker Nutzung der Bahnstrecke könnte das Verkehrsaufkommen durch An- und Abfahrten an die Haltestellen sogar steigen. Besonders für Berufspendler, die einen Großteil des Verkehrs auf der B423 ausmachen, ist der Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn oft nicht praktikabel, sei es wegen schlechter Erreichbarkeit der Arbeitsstätte oder auch auf Grund der Fahrzeiten des öffentlichen Nahverkehrs.

"Da in einer so ländlich geprägten Region wie der unseren für viele Leute das Auto Hauptverkehrsmittel ist, muss dies auch in der Verkehrsplanung berücksichtigt werden.