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Jugendliche in die Pflicht nehmen

Dorf im Warndt. Anfang des Monats hat die Großrosseler Gemeindeverwaltung das Jugendzentrum Dorf im Warndt wegen Manipulationen an den elektrischen Anlagen und schwerwiegender hygienischer Mängel geschlossen (wir berichteten bereits). Bereits im August 2007 wurde der Treff im ehemaligen Schulhaus wegen teilweise chaotischer Zustände vorübergehend dicht gemacht Von SZ-Mitarbeiter Thomas Annen

Dorf im Warndt. Anfang des Monats hat die Großrosseler Gemeindeverwaltung das Jugendzentrum Dorf im Warndt wegen Manipulationen an den elektrischen Anlagen und schwerwiegender hygienischer Mängel geschlossen (wir berichteten bereits). Bereits im August 2007 wurde der Treff im ehemaligen Schulhaus wegen teilweise chaotischer Zustände vorübergehend dicht gemacht.



Während der Ortsratssitzung am vergangenen Montagabend zeigte Ortsvorsteher Ramon Gallelli (Foto: bub) Fotos von den vermüllten Räumen. "Ich habe mich für die Jugendlichen geschämt", berichtete Gallelli von seinen ersten Eindrücken vor Ort. Immerhin: Einige der jungen Leute stellten sich in der Sitzung den Fragen des Ortsrates; die Bedenken der enttäuschten Mitglieder konnten sie aber nicht ausräumen.

Immer wieder hatte sich das Gremium in den vergangenen Monaten für den Verbleib der Jugendlichen im Dorf eingesetzt. Da die Cura-Med Süd-Warndt Klinik das ehemalige Schulhaus in der Forststraße erworben hat und es demnächst für die neurologische Langzeit-Rehabilitation umbauen will, war schon länger klar, dass die jungen Leute ihr jetziges Domizil verlassen müssen. Demnächst - so haben es die kommunalen Gremien beschlossen - werden auf dem Grünstreifen hinter der Mehrzweckhalle Container aufgestellt. Die neuen Räumlichkeiten sollen dann nicht nur vom Nachwuchs, sondern auch von anderen Vereinen genutzt werden.

Bevor die jungen Leute ihr neues Domizil beziehen, wird sich der Ortsrat nochmals mit der Thematik beschäftigen. Dann wollen die Mitglieder sicherstellen, dass die neuen Räume pfleglich behandelt werden. "Wir müssen die Jugendlichen stärker in die Pflicht nehmen", betonte Ortsvorsteher Gallelli.