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JU fordert kostenloses Wlan für Wadern

Wadern. Mobile und schnelle Datenverbindungen sind in Wadern nicht die Regel. Oftmals sind hier nur sehr langsame Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. "Die Lösung hierfür wäre ein kostenloses Wlan-Netz im Stadtzentrum", meint Molitor

Wadern. Mobile und schnelle Datenverbindungen sind in Wadern nicht die Regel. Oftmals sind hier nur sehr langsame Übertragungsgeschwindigkeiten möglich. "Die Lösung hierfür wäre ein kostenloses Wlan-Netz im Stadtzentrum", meint Molitor. Dies würde Wadern ein Stück mehr an die digitale Welt anbinden und die Attraktivität des Standortes verbessern, vor allem für den touristischen Bereich, den es als Ergebnis des Stadtentwicklungskonzeptes weiterzuentwickeln und zu fördern gelte."Wir können hier nicht auf die großen Mobilfunkanbieter warten. Zudem handelt es sich bei der Wi-Fi-Technik um einen weit verbreiteten Standard in Endgeräten wie Smartphones und Laptops. Um also möglichst vielen Besuchern der Waderner Innenstadt eine freie Internetnutzung zu ermöglichen, ist ein Wlan-Netz die beste Alternative", macht der JU-Chef klar. Eine schnellere Datenanbindung für Smartphones und andere mobile Geräte würde die Stadt aufwerten und sie für die Einwohner aber auch Touristen und Geschäftsleute attraktiver machen. Diese könnten dann, vor dem Waderner Brunnen sitzend, ein Eis genießen und dabei problemlos im Internet mit Handy oder Laptop surfen. Vor allem für ausländische Touristen, die sonst enorme Kosten für Datenroaming zahlen müssten, sei dies ein sehr attraktives Model.



"Mach- und finanzierbar"

Dass das Ganze in Wadern technisch machbar und finanzierbar ist, darin ist sich JU-Projektleiter Christian Koch sicher: "Selbst in weniger weit entwickelten Ländern als Deutschland existieren oftmals annähernd flächendeckende und frei verfügbare Wlan-Zugänge. Die Machbarkeit des Projektes ist also nicht in Frage zu stellen, wir müssen nur die besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beachten sowie hieran angepasste technische Lösungen finden. Das ist die Herausforderung." Konzepte aus anderen Städten hätten gezeigt, dass solche Projekte sich wegen der positiven Auswirkung auf den Standort quasi selbst finanzieren. Wlan gratis sei heute schon in vielen Städten, Hotels, an Flughäfen, Bahnhöfen vorhanden.

Eine Kooperation der Stadt mit einem lokalen IT-Dienstleister wie der VSE oder dem Dagstuhler IT-Zentrum sei denkbar, sagt Koch. Um rechtliche Probleme zu umgehen, könnte die Anmeldung für das freie Wlan dann später auf der Stadtverwaltung unter Vorlage eines Personalausweises oder Führerscheins erfolgen.

"Wadern wäre mit einem solchen Projekt Vorreiter im Hochwald, was eine enorm positive Werbung für unsere Stadt wäre. Darüber hinaus wäre ein kostenfreies Wlan-Netz im Stadtkern auch nach einem später erfolgten Netzausbau der Mobilfunkanbieter weiterhin ein Attraktivitätsplus für Wadern", formuliert Molitor abschließend. red