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John Wayne als tragischer Antiheld

John Wayne ist in dem Klassiker "Der schwarze Falke" in der Kinowerkstatt zu sehen. Foto: dpa
John Wayne ist in dem Klassiker "Der schwarze Falke" in der Kinowerkstatt zu sehen. Foto: dpa
Homburg/St. Ingbert. In der Kinowerkstatt St. Ingbert läuft weiter der Genrespaß "7 Psychos" (USA/GB 2011), von Regisseur Martin McDonagh mit Colin Farrell und Sam Rockwell, und zwar an diesem Samstag, 19. Januar, um 21 Uhr sowie am Sonntag, 20. Januar, um 20 Uhr. Nur am Montag, 21. Januar, um 18 Uhr läuft "7 Psychos" in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Homburg/St. Ingbert. In der Kinowerkstatt St. Ingbert läuft weiter der Genrespaß "7 Psychos" (USA/GB 2011), von Regisseur Martin McDonagh mit Colin Farrell und Sam Rockwell, und zwar an diesem Samstag, 19. Januar, um 21 Uhr sowie am Sonntag, 20. Januar, um 20 Uhr. Nur am Montag, 21. Januar, um 18 Uhr läuft "7 Psychos" in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.Eigentlich ist Martin McDonagh einer der bedeutenden irischen Theaterautoren der Gegenwart. Nach dem überraschenden Erfolg seiner Krimi-Komödie "Brügge sehen... und sterben" aber verfolgt er auch eine zweite Karriere als Drehbuchautor und Regisseur. Mit "7 Psychos" inszenierte er erneut eine schwarze Komödie um Gangster, Psychopathen und Quartalsirre. Als Darsteller verpflichtete er Freunde: Colin Farrell war schon beim Kino-Debüt dabei, Christopher Walken spielte in seinem letzten Theaterstück die Hauptrolle, und mit Tom Waits arbeitet er gerade an seinem ersten Musical - für Genre-Fans ein Muss.



"Der schwarze Falke" (USA 1956) ist die Adaption eines Romans von Alan Le May. Der Film greift in Ansätzen das wahre Schicksal von Cynthia Ann Parker auf. Die Hauptrollen in John Fords Epos spielten John Wayne und Jeffrey Hunter, wichtige Nebenrollen übernahmen Vera Miles und Natalie Wood sowie Ward Bond und Hank Worden. John Wayne hat diesen Film, der am Montag, 21. Januar, 20 Uhr, in der Kinowerkstatt zu sehen ist, oft als seinen schönsten bezeichnet. "Der schwarze Falke" gehört zu der Reihe der zehn besten Filme der Filmgeschichte. Prisma Online meint: "Die Suche des Ethan Edwards ist nicht nur die Beschreibung einer endlosen Odyssee, sondern gleichzeitig eine differenzierte Reise in die Seelenwelt des einsamen Helden. Spannendes und absolut brillant fotografiertes Meisterwerk."

John Fords legendärer Western zeigt John Wayne als tragischen Indianerhasser. Texas, 1868: Nach Ende des Bürgerkriegs kehrt Ethan Edwards (John Wayne) auf die Ranch seines Bruders Aaron zurück.

Schon am nächsten Tag bricht er mit Aarons Pflegesohn Martin (Jeffrey Hunter) auf, um Viehdiebe zu jagen. Beide sehen ihre Familie nicht mehr lebend wieder: In ihrer Abwesenheit stürmen Komantschen das Haus, töten die Erwachsenen und kidnappen die Töchter Debbie (Natalie Wood) und Lucy. Ethan und Halbblut Martin wollen die Mädchen finden und rächen. Erst fünf Jahre später sind "Die Suchenden (The Searchers)" endlich am Ziel. Western-Papst John Ford schuf hier sein wohl vielschichtigstes Werk, indem er einen (am Ende geläuterten) Rassisten zum Antihelden machte. red

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