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Jahresende sorgt für viele Jobverluste im Kreis St. Wendel

St. Wendel. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Kreis St. Wendel ist im Januar deutlich gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Insgesamt waren 2050 Personen arbeitslos gemeldet, 265 mehr als im Dezember und 117 mehr als vor einem Jahr (plus 6,1 Prozent). Vor allem in der Arbeitslosenversicherung waren deutlich mehr Menschen arbeitslos als vor einem Jahr

St. Wendel. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Kreis St. Wendel ist im Januar deutlich gestiegen. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Insgesamt waren 2050 Personen arbeitslos gemeldet, 265 mehr als im Dezember und 117 mehr als vor einem Jahr (plus 6,1 Prozent). Vor allem in der Arbeitslosenversicherung waren deutlich mehr Menschen arbeitslos als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent). Im Januar haben vor allem Kündigungen zum Quartalsende und der Ablauf von befristeten Beschäftigungsverhältnissen die Arbeitslosigkeit ansteigen lassen."Im aktuellen Monat hat die Arbeitslosigkeit deutlich zugenommen, der Anstieg von Dezember zu Januar bewegte sich aber im Rahmen der letzten Jahre. Besonders der Hauptkündigungstermin zum 31. Dezember wirkte sich negativ aus. Nach dem Weihnachtsgeschäft und zum Jahresende endeten außerdem zahlreiche befristete Arbeitsverhältnisse. In fast allen Bereichen kam es zu mehr Entlassungen als im Vormonat", erläutert Hans-Hartwig Felsch, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. "Die besten Chancen, nicht arbeitslos zu werden oder rasch wieder eine neue Stelle zu finden, haben vor allem gute Fachkräfte. Deshalb unterstützt die Agentur für Arbeit Saarland Arbeitgeber bei der Fortbildung von gering qualifizierten und älteren Beschäftigten", sagte Felsch weiter. "Arbeitslose können individuell die nötige Qualifizierung erhalten, um eine baldige Arbeitsaufnahme zu erleichtern."



608 Personen haben sich im Januar nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet, während nur 276 die Arbeitslosigkeit wieder beenden konnten. Mehr Arbeitslosmeldungen als im Dezember erfolgten aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Gastgewerbe, der Zeitarbeit und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Außerdem haben sich viele Frauen und Männer nach einer Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt beim Jobcenter des Kreises wieder arbeitslos gemeldet.

Männer sind weiterhin stärker vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen, weil vor allem in Bereichen Entlassungen erfolgten, in denen überwiegend Männer beschäftigt sind. Im Januar waren 1118 Männer arbeitslos gemeldet, 184 mehr als im Dezember und 91 mehr als vor einem Jahr (plus 8,9 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 81 auf 930 gestiegen und lag um 26 höher als vor einem Jahr (plus 2,9 Prozent).

Ebenfalls betroffen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit in diesem Monat waren die Jungen unter 25 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat hat sich ihre Zahl um 37 auf 171 erhöht, das waren 36 oder 26,7 Prozent mehr als im Januar 2012. In der Altersgruppe der 50- bis unter 65-Jährigen waren 753 Personen arbeitslos gemeldet, 81 mehr als im Vormonat und so viele wie vor einem Jahr.

444 Menschen, 17 mehr als im Dezember, waren bereits länger als ein Jahr ohne Beschäftigung (plus 0,7 Prozent gegenüber Januar 2012).

Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) ist gegenüber dem Vormonat um 183 auf 1074 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 22,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) ist mit 974 um 82 gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zu Dezember 2011 ergab sich ein Rückgang um 7,8 Prozent.

Der Arbeitsagentur wurden im Januar 93 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, zehn weniger als im Dezember und zwölf mehr als vor einem Jahr. Am Monatsende waren noch 400 offene Stellen gemeldet. Die meisten Arbeitskräfte werden vom verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe, dem Handel, dem Bereich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, der Zeitarbeit, dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem Gastgewerbe gesucht. Allerdings liegt der Bedarf in nahezu allen Branchen unter Vorjahresniveau. red