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Kriminalität
Ministerium prüft Waffenverbotszone in Saarbrücker City

Ein Verbotsschild für Waffen.
Ein Verbotsschild für Waffen. FOTO: dpa / A3833 Bodo Marks
Saarbrücken. Nachdem die Bundespolizei in eigener Zuständigkeit zeitweise eine Waffenverbotszone am Hauptbahnhof Saarbrücken einrichten will (wir berichteten), prüft nun auch das Innenministerium für die Saarbrücker City eine solche Maßnahme.

Minister Klaus Bouillon (CDU) sprach am Freitag von einer „Möglichkeit, dauerhafte Waffenverbotszonen im Bereich der Landeshauptstadt einzurichten“. Eine entsprechende Entscheidung werde noch im September fallen, kündigte er an. „Es ist gut und richtig, dass die Bundespolizei im Rahmen ihrer Zuständigkeit Maßnahmen ergreift, um der latenten Gefahr im Bahnreiseverkehr entgegenzuwirken und die Sicherheit aller Reisenden sowie des Fahrpersonals zu erhöhen“, erklärte der Minister mit Blick auf die Waffenverbotszone der Bundespolizei am Saarbrücker Hauptbahnhof. Dies diene der Stärkung und Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Saarbrücken, so Bouillon.


Um dem gerecht zu werden, befinde sich die Polizei zudem in einem „permanenten Prozess der Lagebeurteilung sowie der Analyse und Bewertung polizeilichen Handelns“, so der Innenminister. Nun werde man weiter daran arbeiten, „objektive Sicherheit zu gewährleisten und das subjektive Sicherheitsgefühl der Saarbrücker Bürger nachhaltig zu steigern“. Nach Statistiken des Bundeskriminalamtes rangiert die Landeshauptstadt seit 2013 unter den zehn deutschen Großstädten mit den höchsten Verbrechenszahlen pro 100 000 Einwohner.