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Meinung
Inklusion braucht Personal und Geld

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Niemand darf auf der Strecke bleiben. Auch (hoch-)begabte Kinder müssen gezielt gefördert werden. Denn das ist ebenso Teil einer gelungenen Inklusion, wie die Förderung von Kindern mit Beeinträchtigungen. Von Teresa Bauer

Die angebotenen Maßnahmen der Beratungsstelle (Hoch-)Begabung ermöglichen den Kindern, an ihre Grenzen zu gehen, ihr Potenzial auszutesten. Sowohl die Regelschulpädagogen und die Förderschullehrer als auch die besonders begabten Schüler und ihre Klassenkameraden in der Regelschule können voneinander lernen. Es mindert die Auffassung eines „Unnormal-Seins“ und nährt die Akzeptanz untereinander. Häufig aber scheitern die Bemühungen an einem limitierten Finanzrahmen, fehlender Infrastruktur, zu wenig Personal und mangelnder Qualifikation. Pädagogen sind keine Therapeuten oder Psychologen. Durch die Vielzahl an Aufgaben sind sie zuweilen schon an der Belastungsgrenze angelangt. Das kann man ihnen nicht verübeln. Damit aber jeder Schüler künftig nach seinen Bedürfnissen gefördert werden kann, ist es die Politik, die, wie so oft, am Hebel sitzt. Mehr Geld muss investiert werden, mehr und besser ausgestattete Klassenräume müssen finanziert werden, mehr (Förder-)Lehrer eingestellt werden. Nur dann kann Inklusion, wie auf dem Papier beschrieben, funktionieren.