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In mühevoller Handarbeit entstanden

Wallerfangen. Mit Liebe zum Detail hat Manfred Lieblang eine Krippe aus Holz gebaut. Nach und nach ist die Weihnachtskrippe gewachsen. Der 73-Jährige hat alles von Hand geschnitzt – von Figuren über Tiere bis hin zu den Sternen. Von SZ-MitarbeiterJohannes A. Bodwing

"Die passt haargenau durch die Wohnzimmertür." Manfred Lieblang steht vor seiner selbst gebauten Weihnachtskrippe. Eineinhalb mal ein Meter beträgt die Grundfläche. Bis zur Spitze auf dem Stall von Bethlehem sind es 1,1 Meter. Und das alles muss in seinem Haus in Wallerfangen für die Feiertage ein Stockwerk höher transportiert werden. Herden von Schafen und Rindern drängen sich vor dem offenen Stall. Etwa 70 an der Zahl. Maria und Josef stehen an der Krippe, die heiligen drei Könige hingegen warten noch hinter dem Stall auf ihren Einsatz im Januar. Und überall sind hölzerne Sterne befestigt.

Direkt neben der Weihnachtskrippe ist sein Arbeitsplatz - mit allem was zur Holzbearbeitung benötigt wird. Denn alles ist handgeschnitzt, schildert Manfred Lieblang, 73. Das habe er sich selbst beigebracht, weil sein Beruf bei der Standortverwaltung nichts mit kreativen Holzarbeiten zu tun hatte. Dem widme er sich seiner Freizeit. Die Ergebnisse dieses Hobbys sind im ganzen Haus zu finden.

Mit dem Hauptstall für das Christuskind habe es angefangen. Dann sei die Krippe nach und nach gewachsen. Ein Brunnen gehört dazu, in dem sich der Wassereimer auf und ab bewegen lässt. Und den Stall krönt eine Turmspitze.

"So sechs bis sieben Jahre" habe er an der Krippe gearbeitet. "Immer wieder kam etwas Neues dazu." Aber jetzt sei sie eigentlich fertig. Und gestrichen werde nichts, sondern mit Antikwachs behandelt. "Das hier muss ich Ihnen noch zeigen", meint er verschmitzt und hebt ein schmales Häuschen hoch. Eine hölzerne Toilette mit ausgeschnittenem Herzchen ist das. Da habe sogar der Pastor schmunzeln müssen, als er das gesehen hatte.