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In Dudweiler sollen acht Stellen wegfallen

Der Dudo-Platz liegt im Zentrum Dudweilers. Archivfoto: Becker&Bredel
Der Dudo-Platz liegt im Zentrum Dudweilers. Archivfoto: Becker&Bredel
Dudweiler. Um die Themen Sonderstatus und Haushalt geht es auch morgen, 10. Januar, in der Bezirksratssitzung ab 16.30 Uhr im Bürgerhaus.Politisch wird über diese Punkte in den kommenden Tagen dreimal debattiert. Neben der Bezirksratssitzung am Donnerstag geht es im Haupt- und Wirtschaftsausschuss am 22. Januar ums selbe Thema Von SZ-Mitarbeiter Dennis Langenstein

Dudweiler. Um die Themen Sonderstatus und Haushalt geht es auch morgen, 10. Januar, in der Bezirksratssitzung ab 16.30 Uhr im Bürgerhaus.Politisch wird über diese Punkte in den kommenden Tagen dreimal debattiert. Neben der Bezirksratssitzung am Donnerstag geht es im Haupt- und Wirtschaftsausschuss am 22. Januar ums selbe Thema.



Stadtrat entscheidet

Entschieden wird dann im Stadtrat der Landeshauptstadt am 29. Januar. Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung ist so formuliert: "Der Haupt- und Wirtschaftsausschuss empfiehlt dem Stadtrat, die Bezirksverwaltung Dudweiler zum Ende der Amtszeit des Stadtrates 2014 aufzulösen und in Dudweiler die Aufgaben und Organisationsstruktur den Stadtbezirken West und Halberg entsprechend anzupassen." Weiterhin soll das Standesamt "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" aufgelöst und in das Saarbrücker Amt integriert werden.

Statt eines hauptamtlichen Bezirksbürgermeisters soll dann ein ehrenamtlicher in Dudweiler präsent sein. Dieser ist dann sozusagen "Auge und Ohr" der Stadtverwaltung, kann also Probleme und Wünsche der Bürger nach Saarbrücken tragen, ist jedoch städtischen Mitarbeitern nicht weisungsbefugt, wie Thomas Blug, Pressesprecher der Landeshauptstadt, auf Anfrage der SZ erklärt.

Kritiker befürchten, dass so viele Anliegen liegen bleiben oder nur mit Verzögerung erledigt werden.

Lob für Zusammenspiel

Blug: "Wir arbeiten in den anderen drei Bezirken mit ehrenamtlichen Bezirksbürgermeistern und dort funktioniert das Zusammenspiel mit der Verwaltung sehr gut. Dudweiler hat knapp 28 000 Einwohner. Zum Vergleich: die ehrenamtliche Bezirksbürgermeisterin im Bezirk Mitte ist für über 93 000 Bürger zuständig."

Laut Sitzungsvorlage soll der ehrenamtliche Bürgermeister "voraussichtlich" von drei Mitarbeitern unterstützt werden.

Außerdem sollen die Liegenschaftsverwaltung, die Poststelle, die Telefonzentrale, die Materialverwaltung, Polizei- und Gewerbeangelegenheiten sowie die Obdachlosenangelegenheiten zentralisiert werden. In der Vorlage heißt es hierzu: "Es wird erwartet, dass durch diese Maßnahmen insgesamt acht Stellen nicht mehr benötigt werden." Rund 750 000 Euro will man damit einsparen. Neben der Stelle des Bezirksbürgermeisters wird dann an der Fachbereichsleitung, an zwei Teilzeitstellen Zentrale Dienste, an zwei Buchungsstellen, sowie jeweils an einer Stelle im Standesamt und bei der Bauverwaltung gespart. Blug erwartet, dass die volle Summe bereits 2015 zu Buche schlägt: "Wir könnten die Einsparungen ohne Kündigungen bis 2015 erreichen. Vier der genannten Stellen - Bezirksbürgermeister, Leitung Zentrale Dienste, Standesamt und Buchungsstelle - würden aus Altersgründen Ende 2014 wegfallen. Die anderen Mitarbeiter würden vorerst in die jeweiligen städtischen Fachabteilungen versetzt. Aufgrund der hohen Fluktuation in unserer Verwaltung mit 2400 Mitarbeitern könnten wir diese Mitarbeiter bis 2015 intern auf frei werdende Stellen vermitteln." Gegner der Abschaffung sehen diese Aussage jedoch skeptisch. Rainer Dorscheid, CDU-Fraktionsvorsitzender im Dudweiler Bezirksrat, hierzu: "Die anfallende Arbeit muss ja noch erledigt werden."

Bündnis macht mobil

Doch bevor die politische Entscheidung fällt, will das Dudweiler Bündnis noch auf sich aufmerksam machen. Am Samstag, 26. Januar, soll es um 16 Uhr eine Protestkundgebung auf dem Gustav-Regler-Platz in Saarbrücken geben. Und auch in der Stadtratssitzung in der Congresshalle am Dienstag, 29. Januar, 16 Uhr, möchte das Bündnis Präsenz zeigen. > Seite C 3: Weiterer Bericht