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In 72 Stunden die Welt ein bisschen besser machen

Diese Gruppe der KJG der Pfarrgemeinde St. Hildegard nimmt an der 72-Stunden-Aktion teil. Foto: Kerstin Keller
Diese Gruppe der KJG der Pfarrgemeinde St. Hildegard nimmt an der 72-Stunden-Aktion teil. Foto: Kerstin Keller
Bis zur letzten Sekunde bleiben die Aufgaben, die die Jugendlichen im Rahmen der 72-Stunden-Aktion bewältigen müssen, geheim. Doch um zu wissen, wer was kann, wurden die Teilnehmer auf Herz und Nieren geprüft.

St. Ingbert/Homburg. Heute, pünktlich um 17.07 Uhr, beginnt die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" bündeln 14 Bistümer in sieben Bundesländern die Stärken zahlreicher Kinder- und Jugendgruppen, um binnen drei Tagen - bis zum 10. Mai um 17.07 Uhr - "die Welt ein bisschen besser zu machen". Um die entsprechenden Projekte den einzelnen Gruppen aber auch gerecht zuordnen zu können, musste im Vorfeld alles genau unter die Lupe genommen werden. Im Dekanat Saarpfalz haben sich unter der Leitung von Florian Jung 17 junge Damen und Herren zu einem Koordinierungskreis (Ko-Kreis) zusammengeschlossen. Immer zu zweit besuchten die Mitglieder des Ko-Kreises die 14 Gruppen aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis, um sie auf Herz und Nieren zu prüfen.



Sarah Engels und Patrick Würtz suchten beispielsweise die Gruppe der KJG St. Hildegard und deren Gruppenleiter Frank Klaproth in St. Ingbert auf. Wie die Jugendlichen der Pfarrei St. Pirmin und St. Michael nehmen sie an der 72-Stunden-Aktion teil. Gespannt warteten die Mädchen und Jungs, was sie wohl alles preisgeben müssten. Sarah Engels erklärt: "Wir wollen die Stärken erfragen und auch darauf eingehen, was die Gruppe auf gar keinen Fall machen möchte. Wir erfragen einige organisatorisch wichtige Sachen. Und wir gehen auch auf Vorlieben ein." Auch für die Gruppenmitglieder war die Fragerunde sehr interessant. Denn während Sarah Engels und Patrick Würtz den Fragebogen Punkt für Punkt abarbeiteten, erfuhren die Mitglieder der rund 15 Personen starken Gruppe einiges über die Pfunde, mit denen sie ab heute wuchern können. So war es wichtig zu erfahren, dass man gute Kontakte zu Getränkelieferanten, Bäckereien oder Handwerksbetrieben in der Pfarrei habe. Auch Stärken einzelner Familienmitglieder, wie beispielsweise dem Opa, der Elektriker ist und im Notfall beigreifen kann, stellte sich als Vorteil raus. Dass vier der Mitglieder ihren Gruppenraum selbst renoviert hatten, könnte sich für eventuelle Projekte als gute Grundlage erweisen. Ein Computer-Spezialist, etliche Schauspieler und Musiker und Leute mit Kenntnissen in mehreren Sprachen stellen das Team der KJG St. Hildegard. Und dass die Mobilität von Mensch und Material im Bedarfsfall durch Familienangehörige gewährleistet sein würde, notierten Sarah Engels und Patrick Würtz ebenfalls auf der Haben-Seite.

Bei der Frage nach Abneigungen und Vorlieben kam wie aus der Pistole geschossen: "Nix mit Sanitäranlagen!" Und Wünsche, so Engels, werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Gut vorstellen könnte sich die Gruppe ein Projekt im Freien - vielleicht etwas bauen. Doch was sich der Ko-Kreis letztlich für die St. Hildegarder ausgedacht hat, erfahren die erst heute auf dem Christian-Weber-Platz in Homburg. mal