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Karl Marx und das Saarland
Im Saarland sind aller schlechten Dinge drei

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Zehn Jahre lang hatte das Saarland Zeit zur Strategie-Entwicklung, wie man sich erfolgreich einklinkt in Trierer Großevents, um touristisch ein wenig Rahm abzuschöpfen. Von Cathrin Elss-Seringhaus
Cathrin Elss-Seringhaus

Bei „Konstantin“ und „Nero“ mag eine Verzahnung noch nicht zwingend erschienen sein. Doch das dritte Thema heißt jetzt Karl Marx, und dieses Jubiläumsjahr hätte hiesigen Kommunalpolitikern, Touristikern oder Kulturleuten die Ideen eigentlich wie gebratene Hühner in den Mund treiben müssen: die Stumms und Röchlings, das aus St. Wendel stammende Marx-Dienstmädchen Lenchen Demuth, Gewerkschafts-Helden und Industriemaler. Mit all dem wäre man auf Trierer Webseiten und in Broschüren mit präsentiert worden. Der Effekt: Reiseveranstalter hätten das Saarland als Übernachtungs-Alternative zum überbuchten Trier auf dem Schirm gehabt. Verschenkt, vergeigt, es ist zu spät für effektive Kooperationen.