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Ihre Liebe begann beim Weltjugendtag

Bastian Kertels und Marjolaine Jannaud. Foto: Pressestelle
Bastian Kertels und Marjolaine Jannaud. Foto: Pressestelle FOTO: Pressestelle
Saarbrücken. Der Weltjugendtag hat eine besondere Bedeutung für Bastian Kertels und Marjolaine Jannaud. Dort verliebten sie sich. Zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro fahren sie nun zusammen, wollen aber auch viele andere interessante Leute treffen. red

. Mit Spannung erwarteten rund zwei Millionen junge Menschen im August 2011 beim Weltjugendtag in Madrid die Abschlussmesse mit Papst Benedikt XVI. Plötzlich zog ein Unwetter auf. Aus Bastian Kertels' Sonnensegel wird ein Regenschutz, den er sich mit einer Pilgerin teilt.

Das veränderte sein Leben. "Da hat es gefunkt", sagt Kertels. Denn mit ihm unter der Plane war Marjolaine Jannaud. Die beiden sind seither ein Paar. Und nun sind sie wieder auf dem Weltjugendtag. Diesmal ab 23. Juli in Rio de Janeiro in Brasilien.

Jannaud (24) war 2011 zum ersten Mal bei einem Weltjugendtag dabei, zusammen mit der Euregio-Gruppe (Bistümer Trier, Troyes, Lüttich, Luxemburg). Sie sah Kertels schon auf der Busfahrt nach Spanien. "Das war Schicksal", sagt die Französin, die ursprünglich aus Langres kommt und jetzt in Saargemünd zuhause ist, ein gutes Stück entfernt von Trier, wo Kertels wohnt. Schon alleine wegen der Fernbeziehung ist es für Kertels "undenkbar",ohne seine Freundin zum Weltjugendtag zu fahren. "Wir sehen uns in der Regel nur am Wochenende, da fahren wir nicht getrennt in den Urlaub." Es sei aber umso besser, gemeinsam zum Weltjugendtag zu fahren, "da wir uns ja da kennengelernt haben".

Als "Pärchenurlaub" sieht Kertels die Reise aber nicht. Sie seien schließlich nicht alleine, sondern mit einer Gruppe von rund 70 Leuten aus dem Bistum Trier unterwegs. "Ich kann mir romantischeres vorstellen, als sich mit so vielen Leute eine Massenunterkunft zu teilen", scherzt Kertels. "Doch wir werden in Rio den ein oder anderen Moment auch für uns reservieren."

Jannaud freut sich besonders auf die Begegnungen mit vielen jungen Menschen aus aller Welt. Kertels ist gespannt auf die Abschlussmesse mit Papst Franziskus. Und obwohl heftiger Regen beim Abschlussgottesdienst vor zwei Jahren der Grund war, dass es zwischen ihnen "gefunkt" hat, wünscht er sich, "dass es diesmal kein Unwetter gibt".

Viele Paare haben sich schon bei dem katholischen Großereignis kennengelernt, schreibt die bischöfliche Pressestelle. Auch das ein oder andere "Weltjugendtagskind" wurde schon geboren. "Wir sind nicht hingefahren mit der Absicht, einen Partner zu finden", sagt Jannaud. "Die Regel ist, dass man dort ganz tolle Leute kennenlernt", sagt Kertels, der schon zum vierten Mal dabei ist. Mit vielen sei er noch in Kontakt und pflege sehr enge Freundschaften. "Wenn man dann noch das Glück hat, so jemanden zu treffen", sagt Kertel und blickt Jannaud verliebt an, "dann geht es gar nicht besser." Bis Ende Juli ist die Gruppe aus dem Bistum Trier unterwegs in Brasilien.

wjt-euregio.org