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Hurricanes setzen Siegesserie fort

Saarbrücken. Sie jubelten, als ob sie gerade deutscher Meister geworden wären. Zuschauer, Spieler und Trainer der Saarland Hurricanes feierten sich selbst und das deutliche 42:12 in der 2. Football-Bundesliga Süd gegen den Lokalrivalen Kaiserslautern Pikes - es war der vierte Sieg in Serie des Tabellenzweiten. Dem voraus ging ein beeindruckendes Spiel auf hohem Niveau

Saarbrücken. Sie jubelten, als ob sie gerade deutscher Meister geworden wären. Zuschauer, Spieler und Trainer der Saarland Hurricanes feierten sich selbst und das deutliche 42:12 in der 2. Football-Bundesliga Süd gegen den Lokalrivalen Kaiserslautern Pikes - es war der vierte Sieg in Serie des Tabellenzweiten. Dem voraus ging ein beeindruckendes Spiel auf hohem Niveau. Nach noch nicht einmal zehn Minuten führten die Canes bereits mit 14:0. Den ersten Punkten der Kaiserslautern Pikes zum Stand von 6:21 im dritten Viertel folgte die prompte Antwort der Saarbrücker: Touchdown durch Michael Freis. Die Möglichkeit auf einen Extrapunkt ließ sich der Kicker der Canes, Holger Neumann, nicht nehmen. Der ehemalige Spieler der Pikes setzte sogar noch einen drauf, in dem er den Kick-Off (Anstoß) erfolgreich als so genannten "Onside Kick" spielte. Dabei wird der Ball nicht wie üblich möglichst weit in die gegnerische Hälfte getreten, sondern nur zehn Meter nach vorne gespielt. Fängt dann ein Spieler der kickenden Mannschaft das lederne Ei, bleibt sein Team in Ballbesitz. Dieser Trickspielzug gelang Neumann perfekt. Er selbst kickte, eilte dem hüpfenden Leder hinterher und konnte den Ballbesitz der Canes behaupten. In dieser Phase war die Partie auf ihrem Höhepunkt. Zwei erstklassig herausgespielte Touchdowns der Canes wurden von den Schiedsrichtern nicht gegeben, was die Stimmung aufheizte. Defensivspieler Philipp Rohner meinte nach dem Spiel selbstbewusst: "Die Liga weiß, dass im Saarland der Wind rauer weht." Sein Teamkamerad, Passfänger Nico Hell, brachte es auf den Punkt: "Das war ein geiles Spiel, heute war jeder motiviert." Die Rivalität der beiden Teams war über die gesamte Spielzeit erkennbar. Immer wieder gab es kleinere Provokationen - und darauf folgende Strafen. Hurricanes-Cheftrainer Thorsten Scherer sah aber darüber hinweg und lobte vor allem seine Offensivkräfte: "Vor dem Spiel habe ich gesagt, ein Sieg sei Pflicht. Diese Pflicht wurde heute erfüllt und sogar noch eine Kür draufgelegt."Die Canes machten aber nicht nur den Gegner aus der Pfalz, sondern auch ihre beiden Trainer nass. Gleich nach dem Spiel durften Thorsten Scherer und Franz Klein ihre wohlverdiente (Isogetränk-) Dusche noch auf dem Platz genießen. zen