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Saarbrücken
HTW-Ingenieure erhalten Neubau in Saarbrücken

  Auf dem Parkplatz des Verwaltungsgebäudes der Saarbrücker Stadtwerke soll ein Neubau der Hochschule für Technik und Wirtschaft entstehen.
Auf dem Parkplatz des Verwaltungsgebäudes der Saarbrücker Stadtwerke soll ein Neubau der Hochschule für Technik und Wirtschaft entstehen. FOTO: Iris Maria Maurer
Saarbrücken. Landesregierung und Stadtverwaltung einigen sich auf eine Erweiterung der Hochschule auf dem Gelände der Stadtwerke. Von Peter Bylda
Peter Bylda

Nach mehr als zwei Jahre dauernden Verhandlungen haben sich Landesregierung und Stadtverwaltung am Montag auf einen Erweiterungsbau für die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken verständigt. Für einen mittleren einstelligen Millionenbetrag – zur genauen Höhe des Kaufpreises wollten sich weder Stadtverwaltung noch Staatskanzlei äußern – kauft das Land einen Teil des Geländes der Stadtwerke an der Ecke Hohenzollernstraße/Werderstraße. Die Fahrzeughalle des  Versorgungsunternehmens auf diesem Gelände soll abgerissen, die Parkplätze sollen in ein neues Parkhaus an der Heuduckstraße verlagert werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatskanzlei und der Stadtverwaltung. Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke und das Umspannwerk auf dem Grundstück blieben erhalten.


Der Neubau mit 6000 Quadratmetern Geschossfläche ist für die Ingenieurwissenschaften bestimmt, die an der HTW unter akutem Platzmangel leiden. Er solle der Hochschule „eine zukunftsweisende bauliche Entwicklungsperspektive ermöglichen“, erklärte Ministerpräsident Tobias Hans. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz war „sehr zufrieden, mit dem neuen Ministerpräsidenten zügig eine gute Lösung gefunden zu haben.“ Schon am Dienstag könne der Stadtrat über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens für das neue HTW-Gelände entscheiden.

Der Einigung zwischen Stadt und Land war ein monatelanger Verhandlungsmarathon vorausgegangen, bei dem hart ums Finanzielle gerungen worden war. Die Stadtwerke waren ursprünglich mit einer Gesamtforderung von 20 Millionen Euro für eine große Lösung in die Gespräche gegangen, bei der dann ein Komplettumzug nötig geworden wäre. Die Landesregierung hatte im vergangenen Jahr mit einem von der Stadt als „wirtschaftlich vollkommen inakzeptabel“ apostrophierten Gegenangebot (2,6 Millionen Euro) für einen 8000 Quadratmeter großen Teil des Stadtwerke-Geländes geantwortet.