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Modellprojekt
Homburger Uniklinik startet Modellprojekt Pflege-Pool

Eine Krankenschwester betreut auf der Intensivstation einen Patienten.
Eine Krankenschwester betreut auf der Intensivstation einen Patienten. FOTO: Patrick Seeger / dpa
Homburg. (maa) Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg startet ein neues Arbeitsmodell in der Pflege, der Mitarbeiterpool. Dieser Pool soll bis April mit sechs Ganztags-Pflegekräften ausgestattet sein, die innerhalb der chirurgischen Abteilung flexibel einsetzbar sein sollen. „Wir haben lange für einen solchen Pflege-Pool gekämpft“, betont die Personalratsvorsitzende am Uniklinikum, Helene Rauber, „nun gibt es ihn endlich.“ Von Christine Maack

(maa) Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg startet ein neues Arbeitsmodell in der Pflege, der Mitarbeiterpool. Dieser Pool soll bis April mit sechs Ganztags-Pflegekräften ausgestattet sein, die innerhalb der chirurgischen Abteilung flexibel einsetzbar sein sollen. „Wir haben lange für einen solchen Pflege-Pool gekämpft“, betont die Personalratsvorsitzende am Uniklinikum, Helene Rauber, „nun gibt es ihn endlich.“


Das saarländische Gesundheitsministerium hat für dieses neue Modell eine Anschubfinanzierung von 300 000 Euro gewährt, die Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) gestern persönlich dem Universitätsklinikum überbrachte. Und, wie nun anlässlich der Vorstellung des ersten Mitarbeiterpools an einem saarländischen Krankenhaus betont wurde, seien auch alle zufrieden damit.

Allen voran die Leitung des Uniklinikums, der kaufmännische Direktor Ulrich Kerle und der Pflegedirektor Wolfgang Klein, zumal es in der Vergangenheit vorgekommen ist, dass wegen Erkrankung des Pflegepersonals ganze Abteilungen geschlossen und Operationen abgesagt werden mussten, was für die Patienten besonders ärgerlich war. Denn sie hatten sich schon auf die Operation eingestellt und wurden dann wieder ausgeladen. „Das alles soll mit der neuen Lösung nicht mehr vorkommen“, betonte Staatssekretär Kolling. „Wir müssen den Beruf wieder für junge Leute attraktiver machen. Dazu gehört, Arbeitsprozesse zu flexibilisieren und Lösungen anzubieten, mit denen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist.“

Sollte das Modellprojekt erfolgreich sein, wird voraussichtlich ein solcher Pool auch für die anderen Kliniken im Saarland eingeführt.