| 20:19 Uhr

Höhepunkte der Bahnhofsgeschichte

Türkismühle. "150 Jahre Bahnhof Türkismühle" war im vergangenen Jahr der Anlass, groß zu feiern. Die Türkismühler Heimatfreunde beteiligten sich an der Veranstaltung mit einer Ausstellung. Sie zeigte die Entwicklung des einst bedeutenden Bahnhofs von 1860 an mit Fotos, Dokumenten, Bauplänen und Zeitungsausschnitten Von SZ-Mitarbeiter Gerhard Tröster

Türkismühle. "150 Jahre Bahnhof Türkismühle" war im vergangenen Jahr der Anlass, groß zu feiern. Die Türkismühler Heimatfreunde beteiligten sich an der Veranstaltung mit einer Ausstellung. Sie zeigte die Entwicklung des einst bedeutenden Bahnhofs von 1860 an mit Fotos, Dokumenten, Bauplänen und Zeitungsausschnitten. In der ersten Ausgabe der "Türkismühler Hefte" ist das Wichtigste aus dieser Ausstellung zusammengefasst worden, um es für die Nachwelt zu erhalten.Nachdem es 1836 erste Überlegungen für eine Rhein-Nahe-Bahn gegeben hat, begann ihr Bau erst 21 Jahre später. Die Bahn hatte auch Pläne, wo Haltestellen eingerichtet werden sollten. Ursprünglich war eine solche in Nohfelden vorgesehen. Am 9. September 1857 aber kam die Wende, mit der die Geschichte des Türkismühler Bahnhofs quasi ihren Anfang nahm. Die bedeutungsvolle Nachricht kam vom Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten in Berlin, von der Heydt. Er schrieb: "Benachrichtigung der Königlichen Regierung, dass von der Errichtung einer Bahn-Haltestelle bei dem Dorfe Nohfelden Abstand genommen und an Stelle derselben die Anlage einer Haltestelle an der so genannten ,Türkis-Mühle' angeordnet worden ist."


Das war der Zeitpunkt, ab dem die Türkismühler Heimatfreunde Dokumente, Baupläne und Fotos in öffentlichen und privaten Archiven in Hülle und Fülle fanden. Es sei zwar, so Vereinsvorsitzender Horst Porschen, unwahrscheinlich viel Recherche damit verbunden gewesen, aber es habe sich gelohnt. Herausgekommen dabei sei ein sehr informatives Heft, das die Geschichte des Bahnhofs, von dem aus die Reisenden bis 1969 noch in vier verschiedene Richtungen fahren konnten, in allen Einzelheiten festhalte. Einer der jüngsten Höhepunkte für den Bahnhof war die Zugtaufe am 13. September 2010. Damals wurde ein Elektrotriebwagen der Deutschen Bahn auf den Namen "Türkismühle" getauft.

Die Kreissparkasse St. Wendel, die Volksbank Nahe-Schaumberg und die Saarland Sporttoto waren die Sponsoren für das Heft. "Sie haben wesentlich zur Finanzierung beigetragen, weshalb wir das Heft für nur 3,50 Euro verkaufen können", sagte Horst Porschen gegenüber der SZ.



Verkaufsstellen für das "Türkismühler Heft": Schreibwaren Bernardon, Türkismühle; Vereinsvorsitzender Horst Porschen, Zum Schellenborn 15, Türkismühle.