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Hier werden seelische Erkrankungen kuriert

St. Wendel. Das St. Wendeler Marienkrankenhaus feiert am kommenden Samstag, 16. Mai, das zehnjährige Bestehen seiner Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Von 12,30 Uhr bis 18 Uhr wird das Jubiläumsfest auf dem Klinikgelände gefeiert. Dort werden Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten

St. Wendel. Das St. Wendeler Marienkrankenhaus feiert am kommenden Samstag, 16. Mai, das zehnjährige Bestehen seiner Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Von 12,30 Uhr bis 18 Uhr wird das Jubiläumsfest auf dem Klinikgelände gefeiert. Dort werden Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Ferner gibt es für die Besucher ein Musikprogramm und eine Theateraufführung der Tagesstätte Café Jonas. Zudem wird durch die Klinikambulanz und die Therapiebereiche geführt. Die Psychiatrische Klinik des Marienkrankenhauses wurde am 1. April 1999 eröffnet. Damit sollte im Rahmen der saarländischen Psychiatriereform für Bewohner des Landkreises St. Wendel eine gemeindenahe Behandlung möglich gemacht werden. In der damals neu gebauten Klinik werden seit zehn Jahren alle Arten von seelischen Erkrankungen behandelt. Die Klinik sei von Anfang an "sehr gut angenommen" worden, sagt Chefarzt Dieter Caspari, der sie seit ihrem Aufbau leitet. Bereits zwei Wochen nach Eröffnung seien die Stationen voll belegt gewesen. Um weitere Kapazitäten zu schaffen, wurde dem Gebäude im Jahr 2003 ein Anbau hinzugefügt. Auch heute ist das Haus mit insgesamt 50 Betten und 15 Plätzen in der Tagesklinik konstant zu 100 Prozent belegt. Wegen der vielen Anfragen stößt die Klinik oftmals an ihre Kapazitätsgrenzen. Den Mehrbedarf an Behandlungsplätzen, so Caspari, habe auch ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten bereits vor einigen Jahren bestätigt. "Wir hoffen daher, dass unsere Klinik durch den nächsten Krankenhausplan die erforderlichen weiteren Plätze zugesprochen bekommt", sagt der Chefarzt. Im vergangenen Jahr wurden in der Klinik 851 Personen stationär behandelt, 185 besuchten die psychiatrische Tagesklinik. Eine geschlossene Station gibt es nicht, vielmehr werden die Patienten nach dem Prinzip der offenen Psychiatrie betreut. Ferner gibt es die Möglichkeit der ambulanten Behandlung. Bei Bedarf können die Patienten auch zuhause unterstützt werden. 2008 führten die Ärzte des Klinikums zudem mehr als 1200 psychiatrische und neurologische Untersuchungen bei Patienten in anderen Fachabteilungen des Marienkrankenhauses durch. All dies unterstreiche die allgemeine Akzeptanz, die die Klinik in den vergangenen zehn Jahren erreicht habe, so Caspari. Auch hätten die regionale Vernetzung und die Integration der Psychiatrischen Klinik in das Marienkrankenhaus Vorurteile gegenüber seelisch Kranken abbauen können. red