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Hier soll die Bergmannskuh auferstehen

Quierschied/Friedrichsthal. Bundesförderung im Wettbewerb "idee.natur - Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung" gibt es nur für die so genannten Kerngebiete einer Projektregion. Kerngebiete setzen innerhalb der Projektregion räumliche Schwerpunkte für Naturschutz und Regionalentwicklung. Die LIK Nord weist laut Projektantrag 18 Kerngebiete aus

Quierschied/Friedrichsthal. Bundesförderung im Wettbewerb "idee.natur - Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung" gibt es nur für die so genannten Kerngebiete einer Projektregion. Kerngebiete setzen innerhalb der Projektregion räumliche Schwerpunkte für Naturschutz und Regionalentwicklung. Die LIK Nord weist laut Projektantrag 18 Kerngebiete aus. Das ist ein Anteil von 27 Prozent der Gesamtfläche (siehe Grafik). Diese 18 Kerngebiete werden in vier "Landschaftslaboren" zusammengefasst. Hier werden eigenständige Ziele mit passenden Maßnahmen verfolgt.Landschaftslabor Bergbaufolgelandschaft Heinitz (Kerngebiete 1 bis 10 sowie 12): Hier sind die Bergbaustandorte konzentriert: Halden, Schlammweiher, Kohlenlager, Stauweiher und naturnahe Waldflächen prägen die Landschaft. Ziel ist, die Bergbaurelikte zu einem "postmontanen Gebrauch" weiterzuentwickeln. Dabei greift das Prinzip "Natur Raum lassen". Landschaftslabor Forstwirtschaft und natürliche Prozesse (Kerngebiet 10): Die Wälder rund um Quierschied, zum Saarkohlenwald gehörend, sollen multifunktional genutzt werden. Das Landschaftslabor experimentiert mit der Waldbau-Idee der prozessschutzorientierten Forstwirtschaft, das heißt in den Kreislauf des Wachstums wird möglichst wenig eingegriffen. Landschaftslabor Vogelzug und wilde Weiden (Kerngebiet 11): Um den Schlammweiher Hahnwies soll ein Eldorado für Wasser- und Zugvögel entstehen. Dazu wilde Weiden mit halbwilden Pferden und Rindern.Landschaftslabor Neuerfindung der Bergmannskuh (Kerngebiete 13, 14, 15, 16, 17 und 18): Hier geht es darum, in Nachfolge der Selbstversorgungslandwirtschaft der Arbeiterbauern eine neue stadt- und ortsnahe Landwirtschaft zu entwickeln. cle/me