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Grubenflutung
Heusweiler Ortsrat fordert Radon-Messungen

Heusweiler. Der Ortsrat von Heusweiler hat auf Antrag der NÖL (Naturverbundene Ökologische Liste) die Gemeindeverwaltung aufgefordert, vier Dosimeter zur Ermittlung von Radon-Belastungen anzuschaffen. Damit sollen Messungen in öffentlichen Gebäuden durchgeführt werden, die möglicherweise für eine höhere Radon-Belastung prädestiniert sind.

Der NÖL-Antrag erfolgte vor dem Hintergrund, dass es in einem Vortrag der RAG geheißen habe, dass der Radon-Gehalt in der Luft in Folge von Grubenflutungen möglicherweise ansteigen könnte (die SZ berichtete). Die Heusweiler Gemeindeverwaltung erklärte zu dem Antrag, dass man genau genommen zwölf Gebäude untersuchen müsse – Kostenpunkt: etwa 5000 Euro. Für dieses Jahr sei die benötigte Summe aber nicht mehr in den Haushalt einzustellen. Das weitere Vorgehen ist noch offen.


Das in freier Natur vorkommende Gas Radon ist leicht radioaktiv. In ungünstigen Fällen, wenn ein Haus dort steht, wo verstärkt Radon aus der Erde austritt, kann die Radon-Ansammlung innerhalb eines Hauses gesundheitsschädlich sein. So wurde bei einer Radon-Messung 1996 in einem Haus in Heusweiler der gesetzliche Grenzwert von 300 Becquerel um mehr als das Dreifache überschritten.