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Duales Studium
Hebammen freuen sich über Aussicht auf Studium

Saarbrücken. Der Saarländische Hebammenverband und die SPD-Fraktion im Landtag begrüßen die Zusage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Hebammen künftig in einem dualen Studium an Hochschulen auszubilden. Von Christine Kloth
Christine Kloth

Spahn setzt damit eine EU-Richtlinie um, nach der die Ausbildung bis 2020 reformiert werden muss.


„Die Akademisierung des Hebammenberufs ist dringend nötig“, sagt die Landesvorsitzende des Saarländischen Hebammenverbandes, Anne Wiesen, „dadurch werden sich die Karriere-Chancen der Hebammen erhöhen und einer angemessenen Bezahlung der angestellten Hebammen steht nun nichts mehr im Wege.“ Der Beruf bringe heutzutage sehr viel mehr Herausforderungen mit sich als noch in den 1980er Jahren. Außer Ärzten arbeite kein Gruppe in Gesundheitsberufen so eigenständig wie Hebammen. Alleine diese Veränderung bedinge ein höheres Bildungsniveau. Das Saarland profitiere außerdem als Ausbildungsstandort. Die Anmeldezahlen von Hebammen an den Fachschulen seien gesunken, da es in anderen Städten bereits Studiengänge gebe. Sobald der Gesetzgeber die rechtlichen Bedingungen geschaffen habe, so Wiesen, könne im Saarland ein Studiengang an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum des Saarlandes und der Caritas Trägergesellschaft eingerichtet werden. „Der Bundesgesundheitsminister hat endlich die Zeichen der Zeit erkannt“, zeigt sich auch die SPD-Landtagsabgeordnete Martina Holzner erfreut. Die HTW sei wegen einer optimalen Verzahnung von Theorie und Praxis der richtige Ort für das Studium. Allerdings müsse das Saarland jetzt Tempo bei der Umsetzung machen.