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Heavy Metal mit Klassik-Sängern: Powerwolf macht's möglich

Ihr aktuelles Album "Bible Of The Beast" ist Anfang Mai auf Rang 76 der deutschen Charts gelandet. Hätten Sie das vorher zu träumen gewagt? Greywolf: "Ganz überraschend kam dieser Erfolg nicht. Wir haben mit den beiden Vorgängeralben viel getourt und hart dafür gearbeitet. Gerade mit dem Vorgängerwerk 'Lupus Dei' konnten wir sehr viele neue Fans gewinnen

Ihr aktuelles Album "Bible Of The Beast" ist Anfang Mai auf Rang 76 der deutschen Charts gelandet. Hätten Sie das vorher zu träumen gewagt?Greywolf: "Ganz überraschend kam dieser Erfolg nicht. Wir haben mit den beiden Vorgängeralben viel getourt und hart dafür gearbeitet. Gerade mit dem Vorgängerwerk 'Lupus Dei' konnten wir sehr viele neue Fans gewinnen. Daher war klar, dass das Interesse an 'Bible Of The Beast' groß sein würde. Dass wir letztlich in den Charts gelandet sind, ist natürlich ein Erfolg, den man so nicht planen konnte."Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit einem Chor klassisch ausgebildeter Sänger der Hochschule für Musik Saar, der auf dem Album zu hören ist? Greywolf: "Das kam über Francesco Cottone zustande, der sowohl der Gesangslehrer unseres Sängers als auch Dozent an der Musikhochschule ist. Er ist bekennender Powerwolf-Fan und bot uns an, die Chorarrangements unter seiner Leitung aufzunehmen. Er stellte eigens dafür einen 25-köpfigen Chor zusammen. Eine solche Zusammenarbeit ist etwas ganz Besonderes, und auch für die Musikhochschule war das wohl eine Premiere in Sachen Heavy Metal." Einige aus der Band spielten früher in der Band Red Aim und sind aktuell Mitglied von Flowing Tears. Man kennt in der Szene Ihre Gesichter und Namen, dennoch verstecken Sie sich bei Powerwolf hinter Schminke und Künstlernamen. Warum? Greywolf: "Die Künstlernamen gehören zum Powerwolf-Konzept dazu, und dieses geht über die Musik hinaus. Im Theater versteckt sich der Schauspieler ja auch nicht hinter einem Namen - er spielt eine Rolle, und dazu gehören der Name der Person und auch die visuelle Erscheinung. So arbeiten wir mit aufwändigen Bühnenaufbauten, speziellem Licht und entsprechenden Outfits. Wir nehmen unser Publikum mit auf eine Reise, statt einfach nur unsere Songs auf der Bühne zu spielen."Sie haben zwei professionelle Bands und zudem einen regulären Job. Wie schaffen Sie es, all das unter einen Hut zu bekommen?Greywolf: "Es ist nicht immer ganz einfach, wochenlang auf Tour zu sein oder mehrere Monate im Studio zu arbeiten. Das erfordert Opfer. An dem Punkt zeigt sich, wer es wirklich ernst meint und seine Musik lebt." Termin: Powerwolf live am Donnerstag, 27. August, 20 Uhr, in der Garage in Saarbrücken.