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| 20:39 Uhr

Mit 77 Prozent der Stimmen
Harmonie statt Eklat: GEW Saar wählt Jenni zur neuen Vorsitzenden

Jetzt allein an der Spitze der Bildungsgewerkschaft: die Berufsschullehrerin Birgit Jenni.
Jetzt allein an der Spitze der Bildungsgewerkschaft: die Berufsschullehrerin Birgit Jenni. FOTO: Tobias Fuchs
Spiesen-Elversberg. Birgit Jenni ist neue Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Saarland. Für die 60-Jährige stimmten beim außerordentlichen Gewerkschaftstag in Spiesen-Elversberg gestern 77 Prozent der Delegierten. Max Hewer (82 Prozent) und Anna Haßdenteufel (52) wählten sie zu Stellvertretern der Berufsschullehrerin.

Sie sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden, sagte Jenni: „Die GEW ist ein sehr heterogener Verein.“ Man habe eine schwere Zeit hinter sich, zwei Jahre ohne Vorsitzenden. Jenni war bisher stellvertretende Chefin des Landesverbandes. Faktisch leitete sie die Gewerkschaft seit dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Peter Balnis im Februar 2016, zunächst kommissarisch, dann als geschäftsführender Vorstand – mit einer kurzen Unterbrechung.

Gemeinsam mit Andreas Sánchez Haselberger, dem zweiten Stellvertreter, bildete Jenni interimsweise eine Doppelspitze. Beim Gewerkschaftstag im vergangenen Oktober strebten die beiden eine Dreierspitze an – durch eine Satzungsänderung. Doch die erforderliche Zweidrittelmehrheit kam nicht zustande. Daraufhin kandidierte Anna Haßdenteufel als Vorsitzende. Sie fiel bei den Delegierten durch. Im Rückblick auf diesen Tag spricht Jenni offen von einem „Eklat“.

Ungleich harmonischer verlief die Veranstaltung gestern. Die 98 Delegierten votierten diesmal für eine Abänderung der Satzung. Ergebnis: Der GEW-Vorstand hat nun drei Mitglieder mehr. Ihm gehört auch Sánchez Haselberger an, der sich als Co-Chef nicht mehr zur Wahl stellte.