| 20:23 Uhr

Haase, der Hallenfuchs

Nicht in den Griff zu kriegen: Chris Haase (links) lässt sich auch vom Beaumaraiser Marco Haupert nicht stpppen.Foto: Seeber
Nicht in den Griff zu kriegen: Chris Haase (links) lässt sich auch vom Beaumaraiser Marco Haupert nicht stpppen.Foto: Seeber
Nalbach. Am Ende zählte nur der Sieg. Wer im Finale des 19. Autohaus-Zeller-Cups in der Nalbacher Litermonthalle auf Kabinettstückchen und ein Fußballspektakel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Kicker des Saarlandligisten FV Diefflen und des Landesligisten TuS Beaumarais boten im Endspiel des Nalbacher Hallenfußballturniers minutenlang nur Ballgeschiebe Von SZ-Mitarbeiter Albert Leidinger

Nalbach. Am Ende zählte nur der Sieg. Wer im Finale des 19. Autohaus-Zeller-Cups in der Nalbacher Litermonthalle auf Kabinettstückchen und ein Fußballspektakel gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die Kicker des Saarlandligisten FV Diefflen und des Landesligisten TuS Beaumarais boten im Endspiel des Nalbacher Hallenfußballturniers minutenlang nur Ballgeschiebe. Die Angst davor, den ersten, vielleicht entscheidenden Fehler zu machen, prägte das Spiel. Die 400 Zuschauer quittierten dies mit Pfiffen oder gar mit dem vorzeitigen Gang zum Ausschank. Ein Treffer von Chris Haase brachte schließlich den Saarlandligisten auf die Siegerstraße.Haase, wer auch sonst? Der Hallenfuchs hatte mit acht Treffern am Finaltag einen Löwenanteil am Erfolg des FV Diefflen. Er wurde zudem zurecht zum besten Spieler des Turniers gekürt. Die Torgefahr des Angreifers bekam im Halbfinale vor allem der Erzrivale, der VfB Dillingen zu spüren. Haase machte zwei Tore selbst und bereitete das dritte vor. Der VfB musste sich mit dem "kleinen Finale" begnügen und unterlag dort mit 3:4 gegen den SSV Saarlouis.


Wie der 2:0-Final-Sieg seiner Mannschaft gegen Beaumarais letztendlich zustande kam, war Thomas Hofer egal. Beim Spielertrainer des FV Diefflen überwog die Freude über den Turniersieg und die errungenen 24 Qualifikationspunkte für das saarländische Volksbanken-Hallenmasters, die sein Team - zumindest vorübergehend - auf Rang zwei der Gesamtwertung brachte: "Wir haben alle Spiele des Turniers gewonnen und sind deshalb auch verdient Turniersieger geworden. Dass wir den Fans so ein Spiel am Schluss boten, tut mir leid. Aber nach meiner Verletzung hatten wir nur noch fünf gesunde Spieler. Wir wollten nichts mehr riskieren." Erst verwertete Chris Haase einen Querpass von Roland Bettinger. Dann stellte Dominic Selvaggio mit einem Schuss ins lange Eck den 2:0-Endstand her. "Diefflen war einfach zu stark. Wir hatten zu viel Respekt und wollten nicht ins offene Messer laufen", sagte TuS-Spieler Tobias Engeldinger, der mit dem zweiten Platz trotzdem sehr zufrieden war. Dann fügte er mit diebischem Grinsen hinzu: "Das Beste am Turnier war aber aus unserer Sicht, dass wir mit 2:1 gegen Saarlouis im Halbfinale gewonnen haben." Engeldinger war mit fünf Treffern zweitbester Torschütze.

"Wir sind besser im Ausrichten"

Der Vorjahressieger, Landesligist SG Körprich-Bilsdorf, scheiterte dieses Jahr bereits in der Zwischenrunde. Die SG "KöBi" war zwar punktgleich mit Dillingen (beide vier Zähler), musste aber wegen der schlechteren Torausbeute die Segel streichen. Körprichs Sturmabteilung erwischte einen rabenschwarzen Tag. Selbst Valentin Solovej, der Top-Torjäger der SG litt unter Ladehemmung. Noch größer war die Enttäuschung aus sportlicher Sicht bei der Mannschaft des Gastgebers: "Das Aus in der Vorrunde hat bei uns ja leider schon fast so etwas wie Tradition", erzählte der zweite Vorsitzende Christian Mosbach. Nicht mal ein Spiel konnten die Hausherren gewinnen. "Hallenfußball hat uns einfach noch nie gelegen. Wir sind besser im Ausrichten von Turnieren", sagte Mosbach lächelnd.