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Gute Gespräche in entspannter Atmosphäre

Beim Neujahrsempfang unterhalten sich hier sich Stefanie Tesch-Adam und ihr Ehemann Michael Adam mit dem französischen Generalkonsul Frédéric Joureau (vorne Mitte). Fotos: Iris Maurer
Beim Neujahrsempfang unterhalten sich hier sich Stefanie Tesch-Adam und ihr Ehemann Michael Adam mit dem französischen Generalkonsul Frédéric Joureau (vorne Mitte). Fotos: Iris Maurer
Sulzbach. Neujahrsempfänge lösen bei ihren Besuchern ganz unterschiedliche Erwartungen aus. Während die einen sich von der jeweiligen Verwaltungsspitze zukunftsweisende politische Reden wünschen, sind die Empfänge für die anderen das erste gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Die Veranstaltung der Stadt Sulzbach am Freitagabend in der Aula wurde beiden Lagern gerecht Von Patric Cordier und Thomas Feilen (SZ)

Sulzbach. Neujahrsempfänge lösen bei ihren Besuchern ganz unterschiedliche Erwartungen aus. Während die einen sich von der jeweiligen Verwaltungsspitze zukunftsweisende politische Reden wünschen, sind die Empfänge für die anderen das erste gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Die Veranstaltung der Stadt Sulzbach am Freitagabend in der Aula wurde beiden Lagern gerecht.Lang war die Schlange am Eingang vor dem obligatorischen Handschlag mit Bürgermeister Michael Adam und seiner Frau Stefanie Tesch-Adam. Stilsicher empfingen die beiden die rund 500 Gäste - Adam im dunklen Anzug mit feinen Nadelstreifen, dazu eine blau-weiß gestreifte Krawatte. Auch die "First Lady" wurde dem Society-Anspruch voll gerecht. Schwarze Hose, schwarze Pumps, dazu ein ebenfalls schwarzes Top mit großen Pailletten. "Ich habe das Teil vor Weihnachten in einem Saarbrücker Modegeschäft entdeckt und mich verliebt", erzählte Stefanie Tesch-Adam über das Stück einer italienischen Nobelmarke, "eigentlich sind mir Marken egal, und es war mir auch zu teuer. Aber nach Weihnachten hat es dann nur noch ein Drittel des ursprünglichen Preises gekostet. Unter 40 Euro - da hab ich zugeschlagen."


Ebenfalls als Paar mit Glamour-Faktor erwiesen sich Christoph Kleinz und seine Freundin Laura Marcello. Sie im "kleinen Schwarzen", er im modischen Anzug. "Der Empfang ist ein Ereignis, an dem man teilnehmen muss", sagte Kleinz. Auf seine Art stilecht kam Pfarrer Wolfgang Kiwitt in blauem Pulli und schwarzer Cordhose daher. Dass Cord aber auch richtig schick sein kann, bewies Dieter Heckmann mit seinem dunkelorangefarbenen Cordsakko. "Das habe ich bei einem Herrenaustatter gekauft - für besondere Anlässe", sagte der Prokurist der KDI-Sulzbach, "der Neujahrsempfang ist so ein Event. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre gute Gespräche zu führen." Sprechen musste bei der Veranstaltung in erster Linie der "Event-Bürgermeister" (Adam über Adam). In seiner Rede ging er zunächst auf die Tagespolitik ein (die SZ berichtete kurz). Der Verwaltungschef erteilte dem Ansinnen, übergangsweise eine Mittelstadt im Sulzbachtal zu gründen und danach dann in den "Stadtkreis Saarbrücken" einzugehen, eine klare Absage. Er geht davon aus, dass die Sulzbacher nicht zu Saarbrücken gehören wollen. In seinem Ausblick auf 2013 ging er besonders auf drei Großprojekte ein: die Sanierung des Vopeliusbades und des Sportzentrums sowie auf den Bau einer Turnhalle an der Mellinschule. Zudem lobte er die guten Beziehungen zu Frankreich. Diese sollten sich auch in der Partnerschaft Sulzbachs mit einer französischen Stadt manifestieren. Bei der Suche setze er besonders auf die Mithilfe von Generalkonsul Frédéric Joureau.

Der erwies sich als modischer und inhaltlicher Volltreffer des Empfangs. Er freute sich, dass in diesem Jahr der sogenannte Elysée-Vertrag 50 Jahre alt wird: "Wir pflastern gemeinsam den Weg der deutsch-französichen Partnerschaft für die nächsten 40 Jahre. Sulzbach wird dabei definitiv seine Rolle spielen", sagte er. Auch darum ernannten Adam und Joureau den Sulzbacher Liedermacher Wolfgang Winkler zum "ehrenamtlichen Beauftragten für deutsch-französische und kulturelle Beziehungen".

Beim gemütlichen Teil des insgesamt gelungenen Abends, den Ka-Ju-Ka-Sitzungspräsident Michael Bleif in gewohnt souveränder Manier moderierte, zeigte sich eine bedeutende Schwäche: Ein saarländisches Gesellschafts-Event ohne Bier fand nicht nur Zustimmung.



Christoph Kleinz mit seiner Freundin Laura Marcello
Christoph Kleinz mit seiner Freundin Laura Marcello
Wolfgang Winkler (Mitte) erhält die "Ernennungsurkunde" von Bürgermeister Adam (rechts) und Generalkonsul Joureau. Foto: Müller
Wolfgang Winkler (Mitte) erhält die "Ernennungsurkunde" von Bürgermeister Adam (rechts) und Generalkonsul Joureau. Foto: Müller