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Unfallursache weiter unklar
Gutachten zum Unfalltod der Kommissarin erst im April

 Kollegen gaben der jungen Frau am 23. Februar das letzte Geleit.
Kollegen gaben der jungen Frau am 23. Februar das letzte Geleit. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Die Ursache des schweren Verkehrsunfalls, bei dem Mitte Februar die 22 Jahre alte Polizeikommissarin Charlotte B. im Dienst getötet wurde, ist weiter ungeklärt. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Die Beamtin war – wie berichtet – Beifahrerin in einem Einsatzfahrzeug, das einen angeblich betrunkenen Franzosen im Saarbrücker Stadtteil Güdingen in Richtung Grenzübergang verfolgte. Unmittelbar nach einem Verkehrskreisel kam das Fahrzeug, das angeblich mit Sondersignalen unterwegs war, von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich und prallte gegen eine Straßenlaterne. Für die junge Polizistin kam jede Hilfe zu spät.


Der Fahrer, ein 34 Jahre alter Kommissar, kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung hat das Dezernat „Besondere Ermittlungen/Korruption (BEK)“ beim Landespolizeipräsidium übernommen. Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen eingeschaltet. Pressestaatsanwalt Mario Krah teilte jetzt mit, dass mit dem Gutachten nicht vor Mitte oder Ende April zu rechnen sei. Auch der Fahrer des Streifenwagens, der einen Anwalt eingeschaltet hat, konnte bislang „wegen seines gesundheitlichen Zustandes“ zu dem Geschehen noch nicht gehört werden.