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Grünes Licht für Stadtwerke Bliestal Sozialdemokraten stehen Verträgen kritisch gegenüber

Blieskastel. Vor einigen Tagen hat Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener gemeinsam mit René Chassein von den Pfalzwerken AG und Geschäftsführer Bernhard Wendel von den Stadtwerken Bliestal die neuen Konzessions- und Straßenbeleuchtungsverträge unterzeichnet. Sie sichern die Stromversorgung in Blieskastel und regeln die Errichtung und Betreibung der Straßenbeleuchtung

Blieskastel. Vor einigen Tagen hat Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener gemeinsam mit René Chassein von den Pfalzwerken AG und Geschäftsführer Bernhard Wendel von den Stadtwerken Bliestal die neuen Konzessions- und Straßenbeleuchtungsverträge unterzeichnet. Sie sichern die Stromversorgung in Blieskastel und regeln die Errichtung und Betreibung der Straßenbeleuchtung.Der Stadtrat von Blieskastel hat in seiner Sitzung am 29. September den Abschluss von zwei Strom-Konzessionsverträgen mit den zugehörigen Straßenbeleuchtungsverträgen beschlossen und zwar mit der Stadtwerke Bliestal GmbH für die Stadtteile Ballweiler mit Wecklingen und Blickweiler und mit der Pfalzwerke Netzgesellschaft mbH für die Stadtteile Altheim, Aßweiler, Biesingen, Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach mit Riesweiler, Pinningen, Seelbach (Stadtteil Niederwürzbach) und Wolfersheim. Damit wurden in Abänderung der 1991 abgeschlossenen Konzessionsverträge mit den Pfalzwerken die Netze der Stadtteile Blickweiler und Ballweiler mit Wecklingen an die Stadtwerke Bliestal vergeben, die anderen genannten Stadtteile Blieskastels werden wie zuvor von den Pfalzwerken betreut. Die Stadtwerke Bliestal sind daneben auch Stromversorger für Blieskastel, Lautzkirchen, Alschbach, Niederwürzbach, Bierbach, Webenheim und Mimbach.


Mit der veränderten Vertragsgestaltung wollten die Stadträte eine finanzielle Stärkung und Effizienzsteigerung ihrer Stadtwerke durch Synergieeffekte erreichen, bei der Entscheidung für die Pfalzwerke haben die Stadträte einem Unternehmen den Zuschlag erteilt, das sich bereits in der Vergangenheit ebenso wie die Stadtwerke Bliestal als leistungsfähiges, zuverlässiges und effizientes Unternehmen bei der Stromversorgung ausgezeichnet hat.

Beide Unternehmen gewährleisten eine hohe Versorgungssicherheit und Versorgungszuverlässigkeit im Stadtgebiet, so dass der Stadtrat der Vergabe an die beiden Unternehmen seine Zustimmung erteilte. Beide Konzessionsverträge und die dazugehörigen Straßenbeleuchtungsverträge wurden für die Dauer von 20 Jahren geschlossen. Wie die Bürgermeisterin bei der Vertragsunterzeichnung ausführte, ist es Ziel eines solchen Konzessionsvertrages, durch die Bereitstellung eines Energieversorgungsnetzes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit elektrischer Energie zu gewährleisten. Der Straßenbeleuchtungsvertrag regelt die Errichtung und Betreibung der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet.

Pfalzwerke-Chef René Chassein verwies auf die Verhandlungen im Zuge des Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahrens, die letztlich zu einer Übertragung der Netze Ballweiler, Wecklingen und Blickweiler an die Stadtwerke geführt haben, während seine Mitarbeiter in Homburg weiterhin für die Belange der verbliebenen Stadtteile zuständig bleiben. Auch Bernhard Wendel bedankte sich für das Vertrauen der Stadt in sein Unternehmen. Wie Faber-Wegener mitteilte, hat der Stadtrat einmütig den Vergaben zugestimmt. Aus Zeitgründen könnten nicht alle Fraktionsvorsitzenden an der Vertragsunterzeichnung teilnehmen. red

Blieskastel. Die neuen Strom-Konzessionsverträge der Stadt Blieskastel mit den Stadtwerken Bliestal und den Pfalzwerken finden nicht den ungeteilten Beifall der SPD-Stadtratsfraktion. Deren stellvertretender Vorsitzender Guido Freidinger hätte lieber die ausschließliche Konzessionsvergabe an die Stadtwerke Bliestal gesehen. Mit der Vergabe der Konzessionen für neun Stadtteile an die Pfalzwerke für die nächsten 20 Jahre sei die Chance vertan, die eigenen Stadtwerke zu stärken, um in Zukunft eine umwelt- und klimaschonende Politik aus einem Guss für das gesamte Stadtgebiet zu gestalten, heißt es in einer Pressemitteilung. red