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Zunehmende Judenfeindlichkeit
Grüne wollen Beauftragten gegen Antisemitismus

Saarbrücken.

Im Kampf gegen Judenfeindlichkeit sollte das Saarland einen Antisemitismus-Beauftragten berufen. Das schlagen die Saar-Grünen vor. Antisemitismus reiche bis in die Mitte der Gesellschaft, erklärte Landeschef Markus Tressel. Der Beauftragte müsse in der Staatskanzlei angesiedelt werden und dort Maßnahmen der Antisemitismus-Bekämpfung und -prävention koordinieren. Er müsse auch Ansprechpartner für jüdische Gruppen, Schulen und Kommunen sein. Zwar wolle die Bundesregierung einen Beauftragten berufen; die Bekämpfung von Antisemitismus könne der Bund jedoch nicht alleine bewältigen. „Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben bereits einen Antisemitismus-Beauftragten berufen“, so Tressel. Der größte Teil antisemitischer Delikte sei rechtsextrem motiviert, aber neu sei auch ein „verstärkter Antisemitismus im Rahmen der Zuwanderung“.