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Grüne: Rehlinger kämpft nicht für erneuerbare Energien

Saarbrücken. Grünen-Chef Hubert Ulrich wirft Umweltministerin Anke Rehlinger (SPD) mangelndes Engagement beim Ausbau der erneuerbaren Energien vor. Damit verspiele sie das Erbe ihrer Amtsvorgängerin Simone Peter (Grüne), kritisierte Ulrich in einem Gespräch mit der SZ. nof

Er fügte hinzu: "Ich habe es bisher nie erlebt, dass Anke Rehlinger für den Ausbau der erneuerbaren Energien kämpft, wenn es hart auf hart geht - Wirtschaftsminister Heiko Maas schon gar nicht." Dabei wäre die Umweltministerin seiner Meinung nach gerade dann gefragt, wenn es darum gehe, Windparks dort durchzusetzen, wo es Widerstand dagegen gibt, wie gegenwärtig in Wallerfangen. "Da ist kein Herzblut für erneuerbare Energien da", monierte Ulrich. "Im Konfliktfall lässt sie es einfach laufen."

Der Grünen-Chef verwies darauf, dass Windparks nicht nur ökologische Vorteile hätten, sondern auch einen Beitrag zur Sanierung der saarländischen Kommunen leisten könnten. Diese könnten damit nämlich gutes Geld verdienen.

Im Mai 2013 hatte sich der Gemeinderat Wallerfangen gegen den Windpark ausgesprochen. Vor einer Woche lehnte auch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz das Projekt ab.