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Großes Ärgernis: die Fußgängerzone

 Hier, auf dem Hof der Turmschule, war bei der Ortsbegehung die Welt noch in Ordnung. In der Fußgängerzone allerdings war dann Schluss mit lustig. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Bürgereferent Robert Mertes (links) bekamen einiges zu hören. Foto: Becker & Bredel
Hier, auf dem Hof der Turmschule, war bei der Ortsbegehung die Welt noch in Ordnung. In der Fußgängerzone allerdings war dann Schluss mit lustig. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Bürgereferent Robert Mertes (links) bekamen einiges zu hören. Foto: Becker & Bredel
Dudweiler. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz lud zum Rundgang durch Dudweiler und eine stattliche Anzahl von Bürgern folgten ihr. Auch die Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt, Beate Julien, und Robert Mertes, Bürgerbeauftragter der Stadt Saarbrücken, waren mitgekommen, damit die Anwesenden bei ihren verschiedenen Anliegen die richtigen Ansprechpartner vorfanden Von SZ-Mitarbeiter Dennis Langenstein

Dudweiler. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz lud zum Rundgang durch Dudweiler und eine stattliche Anzahl von Bürgern folgten ihr. Auch die Fachbereichsleiterin Bauen und Umwelt, Beate Julien, und Robert Mertes, Bürgerbeauftragter der Stadt Saarbrücken, waren mitgekommen, damit die Anwesenden bei ihren verschiedenen Anliegen die richtigen Ansprechpartner vorfanden. Die zweistündige Tour begann am Rathaus, führte über die Turmschule zur Post, durch die Fußgängerzone zum Dudoplatz, zum kleinen Park hinter der Dudo-Galerie, zur Saarbrücker Straße bis zum Neubaugebiet "Im Rosenfeld".Schon bei ihrer Ankunft am Rathaus wurde Britz auf verschiedene Missstände angesprochen. Emotionsgeladen war die Gruppe jedoch erst beim Erreichen der Fußgängerzone. Der Zustand der Treppen des Ehrendenkmals erregte die Gemüter. Vor kurzem hat die Stadt die Treppen wieder hergerichtet, jedoch für die Bürger nicht zufriedenstellend. Risse und Spalten im Beton sind deutlich zu erkennen.


Das bemerkte auch Beate Julien, die baldige Abhilfe versprach. Jedoch wieder nur provisorisch, für eine Grundsanierung fehle der Stadt das Geld. Vermutlich seien erst 2013 die 35 000 Euro, die gebraucht würden, finanzierbar. "Falls es der Haushalt hergibt", schränkte Julien ein. Als beim Betrachten des Denkmals ein Auto in der Fußgängerzone die Gruppe passiert, kochen innerhalb kurzer Zeit die Emotionen zum zweiten Mal hoch. Das Parken und Befahren der Fußgängerzone ärgert viele Bürger. Die Poller in der Trierer Straße sollen in ein bis zwei Wochen wieder hergestellt werden, verspricht Julien und: "Ich hoffe, dass sie möglichst lang funktionieren. Allein die Reparatur kostet 20 000 Euro." Auch Charlotte Britz äußert sich zur Situation: "Dies ist ein Thema der Rücksichtslosigkeit. Eigentlich muss das Straßenschild reichen, damit niemand in die Fußgängerzone einfährt." Sie möchte mit Aktionen die Bürger sensibilisieren und auch unangekündigte Kontrollen veranlassen.

Für den Park hinter der Dudo-Galerie wünscht sich Britz ein Kinderfest, damit die Gegend mit mehr Leben erfüllt wird. Rodermann führt zwar an, dass die Statik durch die darunter liegende Tiefgarage keine schweren Lasten aushalte, jedoch sei ein Kinderfest mit Sackhüpfen und Eierlaufen kein Problem. Hier werde er sich mit den Kindergärten in Verbindung setzen. Auch die Graffiti-Schmierereien neben der Kletterwand im Park stechen Britz ins Auge. Sie regt an, durch Jugendgruppen ansehnliche Graffitis anfertigen zu lassen: "Damit haben wir schon gute Erfahrungen gemacht."



Im dem Teilstück der Saarbrücker Straße angekommen, in dem die Autos verkehren dürfen, wird die dort geplante Sanierung (bis zur Kalkoffenstraße) zur Sprache gebracht. Die Fahrbahn soll verengt und Bäume gepflanzt werden. Auch soll die Straße an verschiedenen Stellen aufgepflastert werden, um Autofahrer daran zu hindern, 30 km/h zu überschreiten. Anfang September soll hierzu eine zweite Bürgerversammlung stattfinden.

Auch aus dem Neubaugebiet "Im Rosenfeld" gibt es positive Nachrichten. Seit dort zwei Reihenhaus-Grundstücke erworben werden können, um dort Einfamilienhäuser zu errichten, sei die Nachfrage gestiegen, erklärt Robert Mertes. Über vier Grundstücke würden zurzeit Verkaufsgespräche geführt. Im Bürgerhaus angekommen, brachte Michael Wagner in seiner Funktion als ehrenamtlicher Jagdvorsteher noch einen weiteren Punkt zur Sprache: die Müllablagerungen und die wilde Bebauung in der Nähe der Albertstraße. Zahlreiche Gebäude und Koppeln seien dort entstanden ohne Genehmigung. "So kann man das nicht machen", reagierte Britz verärgert. Nun soll es einen Termin geben, bei dem alle beteiligten Ämter an einen Tisch kommen, um der Lage Herr zu werden.

Auf einen Blick

"Die Sauberkeit in Dudweiler lässt zu wünschen übrig und wir alle sind darüber keineswegs glücklich", meint Bezirksbürgermeister Walter Rodermann. Und deshalb hätten alle Fraktionen im Bezirksrat, die Verwaltung, der Gewerbeverein Pro Dorf, der Verkehrsverein und andere Bürger in Dudweiler beschlossen, am Samstag (20. August) um 10 Uhr in der Fußgängerzone gemeinschaftlich zu kehren. Rodermann: "Mit dieser Aktion wollen die Initiatoren deutlich machen, dass es sich lohnt, wenn alle, denen ein sauberes Dudweiler wichtig ist, sich beteiligen und mitmachen." Alle Bürgerinnen und Bürger, die mithelfen wollen, Dudweiler sauberer zu machen, lädt Rodermann zum Mitmachen ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Fußgängerzone/Ecke Trierer Straße. Bitte Besen und Handschuhe mitbringen! red