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Gläubige treffen sich am Sonntag zum Friedensgebet

Völklingen/Forbach. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr auf dem Vorplatz vor der Chapelle Ste. Croix (oberhalb der Autobahnabfahrt Forbach/Behren). Bereits um 15 Uhr findet in der katholischen Kirche von Forbach-Wiesberg, Place de Tilleuls, ein Gottesdienst statt. Die interreligiösen Friedensgebete gehen zurück auf das Jahr 1995. Damals wurde am 8. Mai dem 50 Von SZ-Mitarbeiter Andreas Engel

Völklingen/Forbach. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr auf dem Vorplatz vor der Chapelle Ste. Croix (oberhalb der Autobahnabfahrt Forbach/Behren). Bereits um 15 Uhr findet in der katholischen Kirche von Forbach-Wiesberg, Place de Tilleuls, ein Gottesdienst statt. Die interreligiösen Friedensgebete gehen zurück auf das Jahr 1995. Damals wurde am 8. Mai dem 50. Jahrestag der Kapitulation des nationalsozialistischen Terrorregimes gedacht. Die Initiative geht auf den evangelischen Pfarrer von Karlsbrunn, Werner Schumann, zurück. Juden, Christen und Muslime aus dem Saarland und aus Lothringen beteten zusammen. Als Ort für das Gebet hatten die Gläubigen den Platz vor der Chapelle Ste. Croix in Forbach ausgesucht, für viele Menschen der Region ein vertrauter Ort, um zur Ruhe zu kommen, Deutsche wie Franzosen. Ein Stein wurde aufgestellt, zur Erinnerung, zur Mahnung und Verpflichtung. In seinem Inneren ruhen über 250 Friedenswünsche, niedergeschrieben von den Teilnehmern dieses ersten Friedensgebetes. Die Resonanz war damals so groß, dass das Gebet im nächsten Jahr wiederholt wurde. Und jedes Jahr wieder. Inzwischen fünfzehn Mal, immer um den 8. Mai herum. Bald wurde das Friedensgebet mit einem Nachmittag der Begegnung verknüpft, denn Frieden kann nur entstehen, wo man sich kennen- und verstehen lernt. Jedes Jahr lädt eine Glaubensgemeinschaft zu sich ein. Die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe haben das Vertrauen ineinander wachsen gesehen. Aus der Interreligiösen Begegnung wurde eine belastbare Freundschaft. In diesem Jahr wird wieder die Formation Teneke dabei sein. Die drei Musiker unterschiedlichen Glaubens mit Jak Cenkel, Klarinette, Hayrettin Ceylan, Saz, das typische Zupfinstrument Anatoliens, und Martial Frenzel, Percussion, begleiten das zur Tradition gewordene interreligiöse Friedensgebet in Chapelle St. Croix in Behren lès Forbach. Sie meditieren musikalisch mit Improvisationen und spielen Anti-Kriegs-Lieder aus Anatolien.