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Polizei
Gewerkschaft fordert bessere Besoldung für Saar-Polizisten

GdP-Landeschef David Maaß
GdP-Landeschef David Maaß FOTO: GdP
Saarbrücken. Vor wenigen Tagen noch gab’s reichlich Lob für Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Wird doch die Landesregierung die Zulage für Polizisten, die Nachtschicht machen müssen, merklich anheben (wir berichteten).

„Für einen Teil ist das sicher eine Verbesserung“, sagt GdP-Landeschef David Maaß. Das ändere aber nichts an der grundsätzlichen Unterbezahlung der saarländischen Polizisten: „Der Gürtel ist zu eng geschnallt.“ Einerseits laste man den Beamten immer mehr auf. Zugleich müssten sie aber „die Unterbezahlung in Folge der Sparpolitik der Landesregierung der letzten Jahre hinnehmen“. In puncto Bezahlung sei das Saarland abgehängt, klagt Maaß, „Beamtinnen und Beamten im Bund und in Bayern verdienen inzwischen bis zu 6000 Euro mehr im Jahr als ihre saarländischen Kollegen.“


Die Besoldungslücke müsse mit der Anpassung der Tarifergebnisse der Länder im Frühjahr 2019 endgültig geschlossen werden, verlangt daher die GdP. Ähnlich wie Rheinland-Pfalz solle auch das Saarland sich noch vor der anstehenden Verabschiedung des Doppelhaushalts positionieren und seinen Beamten eine inhalts- und zeitgleiche Übernahme der Ergebnisse garantieren. Die GdP fordert die Übernahme dieses Ergebnisses plus einen Zuschlag von weiteren drei Prozentpunkten pro Jahr. Denn, so GdP-Landeschef David Maaß: „Wir sind schließlich keine Polizei zweiter Klasse.“

(oli)