| 20:14 Uhr

Gesungen "wie im Himmel"

Köllerbach. "Wie im Himmel" heißt ein Chorfilm. Harmonischer als bei der Abendmusik in der Martinskirche Köllerbach kann nicht gesungen werden. So war es am vergangenen Sonntag: Kein Platz bleibt frei. Tolle Akustik! Dem Männerchor Köllerbach gelingen die schwierigsten Passagen. Subtile Chorsätze, vertrackt sogar, aber schön

Köllerbach. "Wie im Himmel" heißt ein Chorfilm. Harmonischer als bei der Abendmusik in der Martinskirche Köllerbach kann nicht gesungen werden. So war es am vergangenen Sonntag: Kein Platz bleibt frei. Tolle Akustik! Dem Männerchor Köllerbach gelingen die schwierigsten Passagen. Subtile Chorsätze, vertrackt sogar, aber schön. Vorausgesetzt, Stimmschattierungen, Ausdruck, Homogenität passen nahtlos zusammen. Das ist der Fall: Die Männer um ihren Chorleiter Harald Nilius fühlen sich, nicht erst seit Sonntag, dem Wohlklang verpflichtet."Jauchzet, jauchzet dem Herrn", singt der Chor, anrührende Schubertlieder, dieses Mal mit geistlichem Hintergrund, das berühmte "Hebe deine Augen auf, zu den Bergen" aus dem Elias von Mendelssohn-Bartholdy. Weiche Bögen, stete Klangströme, der Männerchor hält in jeder Sekunde die für den Gesamteindruck erforderliche Balance.


Wohl tut dem Konzert auch die Abwechslung. Bariton Roland Waltner, ursprünglich ein Eigengewächs des Köllerbacher Chores, gibt dem Konzert solistischen Klang der Profi-Liga, etwa in der Arie "Es ist genug", ebenfalls aus dem Elias, zudem in englischen Motetten oder im Zusammenwirken mit dem Männerchor.

Vierter im musikalischen Bunde ist Bruder Christian Waltner, der den instrumentalen Part traumhaft sicher gibt. Und drittens ist aus dem "Cölln-Quartett" des vorigen Jahres das "Cölln Ensemble" mit zwölf offenbar handverlesenen Sängerinnen und Sängern geworden, die mit barocken, romantischen und modernen Chorsätzen vielstimmig überzeugen. Langer Applaus! Als Zugabe gibt es den "Irischen Segensgruß" für die Zuhörer und ein Resümee von Pfarrer Joachim Conrad: "Wir verstehen im Köllertal sehr wohl, Musik zu machen." et