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Dillinger Hütte
Analyse von Ruß-Niederschlag weiter ohne Ergebnis

Zu dem Zwischenfall war es nach Angaben des Umweltministerium mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen eines Programmierfehlers im Prozessleitsystem der Hütte gekommen.
Zu dem Zwischenfall war es nach Angaben des Umweltministerium mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen eines Programmierfehlers im Prozessleitsystem der Hütte gekommen. FOTO: BECKER&BREDEL / bub
Saarbrücken. Ob der Ruß-Niederschlag der Dillinger Hütte gesundheitsgefährdend war, ist weiter unklar. Im Landtagsauschuss für Umwelt und Verbraucherschutz konnten am Freitag Vertreter des Umweltministeriums und des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) keine Entwarnung geben. Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Das teilte die Ausschussvorsitzende Petra Fretter (CDU) auf SZ-Anfrage mit. Demnach würden Proben des Niederschlags noch immer analysiert. Fest stehe aber bereits, dass die Rußpartikel keine signifikanten Anteile des Giftstoffs PCB (Polychlorierte Biphenyle) enthielten.


Zu dem Zwischenfall war es nach Angaben des Umweltministerium mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen eines Programmierfehlers im Prozessleitsystem der Hütte gekommen. Dabei war in den Hochofen irrtümlich Kohle statt Kies eingeleitet worden. Um den anschließenden hohen Druck zu entlasten, seien Ventile geöffnet worden, und es hatte sich eine riesige Kohlenstaub-Wolke gebildet. Von dieser sei aber keine unmittelbare Gesundheitsgefahr ausgegangen, so das Umweltministerium. Später kam es dann zu dem Ruß-Niederschlag mit Verunreinigungen in Saarlouis und Umgebung.