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Gersheimer Gemeinderat für Kalksteinbruch-Erweiterung

Gersheim/Rubenheim. Die Gemeinde Gersheim wird sich positiv zum so genannten "Zielabweichungsverfahren" in Sachen Kalksteinbruch in Rubenheim äußern. Dieses Verfahren ist notwendig geworden, weil der Betreiber des Kalksandsteinbruchs auf der Rubenheimer Gemarkung eine Erweiterung beantragt hatte

Gersheim/Rubenheim. Die Gemeinde Gersheim wird sich positiv zum so genannten "Zielabweichungsverfahren" in Sachen Kalksteinbruch in Rubenheim äußern.Dieses Verfahren ist notwendig geworden, weil der Betreiber des Kalksandsteinbruchs auf der Rubenheimer Gemarkung eine Erweiterung beantragt hatte. Die Sprecher aller Fraktionen machten es sich nicht leicht, schließlich gehe es um Arbeitsplätze, argumentierten alle. Ebenso wichtig sei auch, im Biosphärengebiet die Vermarktung heimischer Produkte, hier eben der Kalksandsteine aus dem Rubenheimer Steinbruch. Auch Bürgermeister Alexander Rubeck war nach eigener Aussage zunächst schwankend in seiner Meinung, ob er der Erweiterung zustimmen könne. Es sei schon ein schwerwiegender Eingriff in die Landschaft, der vom Betreiber vorgesehen sei. Auch Horst Schwarz, der für die Grünen im Gemeinderat sitzt, tat sich schwer in seiner Entscheidung, enthielt sich am Ende der Stimme. Die anderen Fraktionen äußerten sich dann alle für die Erweiterung, allein Mario Fontana von den Linken hatte schwerwiegende Bedenken und stimmte gegen die Erweiterung.



CDU-Fraktionschef Jürgen Wack sprach sich für ein separates Schreiben zur Stellungnahme der Gemeinde aus. Dies ist notwendig, weil bei der Entscheidung der Gemeinde grundsätzlich nur Zustimmung oder Ablehnung ohne Kommentar vorgesehen ist. In der beigefügten Stellungnahme soll deshalb darauf hingewiesen werden, dass bei einer eventuellen Genehmigung etwa die Zufahrtsregelung noch zu überprüfen sei. Auch sollen keine "fremden" Güter zur Verfüllung der entstehenden Gruben zugelassen werden. Zudem müsse der am künftigen Steinbruch vorbeiführende Wanderweg entweder umgelegt werden, oder es soll den Spaziergängern ermöglicht werden, bei der Steingewinnung zuzuschauen. ers