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Gemeinsamer Kampf gegen Vandalismus

Sulzbach-/Fischbachtal. Was die pure Zerstörungswut angeht, so ist vor allem in Sulzbach der Bahnhof immer wieder das Ziel unbekannter Täter. In Quierschied trieben kürzlich Jugendliche in der Ortsmitte ihr Unwesen. Selbst vor kirchlichen Symbolen machten sie nicht Halt. Und in Friedrichsthal ist der neu gestaltete Markplatz das Angriffsziel vandalistischer Taten Von SZ-Mitarbeiter Elmar Müller

Sulzbach-/Fischbachtal. Was die pure Zerstörungswut angeht, so ist vor allem in Sulzbach der Bahnhof immer wieder das Ziel unbekannter Täter. In Quierschied trieben kürzlich Jugendliche in der Ortsmitte ihr Unwesen. Selbst vor kirchlichen Symbolen machten sie nicht Halt. Und in Friedrichsthal ist der neu gestaltete Markplatz das Angriffsziel vandalistischer Taten.



Friedrichsthal arbeitet seit einiger Zeit erfolgreich mit dem privaten Sicherheitsdienst Wach- und Industrieschutz (WUI) zusammen. Eingebunden ist die Polizei. In Sulzbach wurde ein System zur Gewährleistung von Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung am Bahnhof mit Bahnpolizei, Polizei-Inspektion und städtischen Ordnungskräften entwickelt. Demnächst soll diesbezüglich ein Vertrag unterzeichnet werden. Und Quierschied hat kürzlich beschlossen, eine Ordnungspartnerschaft mit der Firma WUI einzugehen.

Friedrichsthals Verwaltungschef Rolf Schultheis lud jetzt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Sicherheitskonzept ein. Neben Quierschieds Bürgermeisterin Karin Lawall und der Ersten Beigeordneten der Stadt Sulzbach, Renate Schiel-Kallenbrunnen, nahmen daran auch Werner Pietsch, der Leiter der Polizei-Inspektion Sulzbach sowie Vertreter des Sicherheitsunternehmens WUI teil. Alle waren sich einig, dass die Probleme mit Vandalismus, alkoholisierten Jugendlichen und Verstößen gegen die öffentliche Ordnung in der sich verändernden Gesellschaft, in einigen Fällen aber auch im Elternhaus begründet sind. Schultheis sieht den wichtigsten Ansatzpunkt in der Prävention. Hier sei in erster Linie die Landespolitik gefordert. Die Kommunen seien zwar von den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen unmittelbar betroffen, letztlich aber weder personell noch finanziell in der Lage, sich diesen Aufgaben wirkungsvoll zu stellen, so Schultheis. "Um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern, müssen kommunale Ordnungsdienste, die Polizei-Inspektion und private Sicherheitsdienste, in Sulzbach die Bahnpolizei, in ein Boot", forderte Karin Lawall. Nur so lasse sich eine abgestimmte und vernetzte Arbeit im Rahmen eines Sicherheitskonzeptes organisieren. Eine Kooperation der Kommunen, immer in Abstimmung mit der Polizei, erlaube eine wirtschaftlichere, flexiblere und damit effizientere Arbeit für eine sichere und saubere Gemeinde.

Schiel-Kallenbrunnen betonte, sie könne sich vorstellen, dass die drei Kommunen gemeinsam neue Ordnungskräfte einstellen. Die Verwaltungen wollen nun in einem ersten Schritt ein interkommunales Sicherheitskonzept in den Räten zur Diskussion stellen. "Ich kann mir vorstellen, dass die drei Kommunen gemeinsam neue Ordnungskräfte einstellen."

Renate Schiel-Kallenbrunnen