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Geldsegen hier, Rotstift dort

Die Nachricht der Woche für das Sulzbach- und Fischbachtal kam aus Bonn. Dort hatte am Mittwoch die Jury beim Bundeswettbewerb Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung die Projektregion "Landschaft der Industriekultur Nord" (LIK Nord) im Finale der besten Zehn zu einem von fünf Gewinnern erklärt

Die Nachricht der Woche für das Sulzbach- und Fischbachtal kam aus Bonn. Dort hatte am Mittwoch die Jury beim Bundeswettbewerb Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung die Projektregion "Landschaft der Industriekultur Nord" (LIK Nord) im Finale der besten Zehn zu einem von fünf Gewinnern erklärt. Bei LIK Nord arbeiten die Kommunen Friedrichsthal, Illingen, Merchweiler, Neunkirchen, Quierschied und Schiffweiler zusammen. Ziel ihres Projekts: Die vom Bergbau geprägte Landschaft erhalten und aufwerten.



Etwa zwölf Millionen Euro beträgt das Fördervolumen. 90 Prozent übernehmen Bund und Land, zehn Prozent der Projektträger - ein Zweckverband aus den beteiligten sechs Kommunen sowie der Industriekultur Saar. Der Geldsegen ermöglicht es Quierschied und Friedrichsthal, zukunftsweisende Ideen umzusetzen, während ein paar Kilometer weiter in Sulzbach der Rotstift regiert. Dort kann sich die Stadt nur eine Modernisierung der Mellinschule in abgespeckter Form leisten - und eine Skulptur der renommierten Künstlerin Sigrún Ólafsdóttir vor der neuen Aula überhaupt nicht, wie der Bauausschuss des Stadtrates entschied. Da könnten die Sulzbacher glatt neidisch werden.