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Gartenkunst auf dem Hofgut

Alschbach. Mehr als 10 000 Besucher erlebten am Wochenende bei der Rhododendronmesse auf dem Hofgut Lindenfels in Alschbach einen Hauch englischer Gartenkunst. Diese größte Veranstaltung ihrer Art im Südwesten bot den Gartenliebhabern ein Sensorium für die Wahrnehmung der Naturschönheiten und dies bei freiem Eintritt Von SZ-Mitarbeiter Hans Hurth

Alschbach. Mehr als 10 000 Besucher erlebten am Wochenende bei der Rhododendronmesse auf dem Hofgut Lindenfels in Alschbach einen Hauch englischer Gartenkunst. Diese größte Veranstaltung ihrer Art im Südwesten bot den Gartenliebhabern ein Sensorium für die Wahrnehmung der Naturschönheiten und dies bei freiem Eintritt.



Zum elften Male hatten Karin und Christian Lindemann rund um ihr Hofgut Lindenfels eingeladen. "Die Rhododendronmesse ist mittlerweile ein Selbstläufer, die Besucher kommen aus der Pfalz, Lothringen und Luxemburg", stellte im Gespräch mit unserer Zeitung Karin Lindemann fest. "Unter den Gästen sind viele Hobbyfotografen, Gartenbauvereine zeigen Interesse und Leute, die in Lautzkirchen zur Kur waren, kommen um diese Zeit als Feriengäste wieder ins Bliestal in eine Region, die für die meisten zuvor ein weißer Fleck auf der Landkarte war", so Karin Lindemann.

Zusammen mit dem engagiertem Team haben die Lindemanns in mühevoller Pflanz- und Pflegearbeit ein einzigartiges gärtnerisches Kleinod geschaffen. "Die Organisation zur Messe und zur beliebten Weihnachtsausstellung in der alten Scheune nimmt uns Monate in Anspruch. Doch das stemmen wir neben dem Wirtschaftsbetrieb im Interesse unserer Gäste gerne", weist Lindemann auf die diesmal 30 Aussteller rund um den Rhododendron hin.

Erstmals zeigte eine Buchbinderin die alte Kunst wertvoller Buchrestauration, während Sigrid Casper aus St. Ingbert von der ersten Stunde an dabei ist und diesmal mit handgefertigten Zwergen Aufmerksamkeit weckte. Kuscheltiere aus Kaninchenfell sowie ein umfangreiches Angebot an Wohnaccessoires, Gemälden, Möbeln und Grills sowie jede Menge künstlerische Hobbyarbeiten für die Verschönerung des Gartens fanden zufriedene Abnehmer.

Begeisterung und Lob gab es für die tolle und gepflegte Gartenlandschaft und für Rhododendron in allen Farben und Sorten. "Ein solch blütenreiches Angebot findet man wahrlich selten", meinte Hans Schaaf aus Quierschied, der sich zusammen mit Ehefrau Hilde aus erster Hand über die Rhododendron informierte. "Trotz des späten Frühlings hat die Natur aufgeholt. Zuerst blühen während der sechs Wochen dauernden Blütezeit die weißen und am Schluss die lila Rhododendron", erklärte Karin Lindemann als Expertin. "Uns freut besonders, dass auch an Sonntagen während des Jahres stets über 200 Gäste im Hofgut Lindenfels vorbeischauen, die Natur genießen und einfach mal von der Hektik des Alltags ausspannen möchten. Für Gartenliebhaber zeigen wir uns stets offen, zumal der Westpfalz-Wanderweg und der historische Mariannenweg durch Lindenfels führen, auch Jakobspilger machen gerne einen Abstecher."

Die geführte Wanderung des Verkehrsamtes mit Ulrike Bosslet machte am Samstag Station. Für Alle gab es Stärkung in der Scheune mit Kulinarischem aus Töpfen und Pfannen, Kaffee und Kuchen servierten wie in den Vorjahren die Dorffrauen, und seit Beginn schenkt das Weingut Ollinger-Gelz edle Tropfen aus Ökologischem Weinbau aus. "Trotz des Rieseninteresses verhält sich das Publikum sehr diszipliniert, kein Diebstahl oder Vandalismus war zu vermelden", gab es Lob von Karin Lindemann zum Abschluss der Messe in einem besonderen Fleckchen Erde.

Hintergrund

Nach der Gründung der Baumschule auf Gut Lindenfels(1973) bauten Karin und Christian Lindemann mit neuem Konzept das Forstgut Zug um Zug aus. 12 feste Arbeitskräfte sind heute mit Engagement und Freude bei der Arbeit und für die Besucher im Einsatz, Ferienwohnungen laden zum Urlaub in die grüner Oase ein. Die Baumschule ist täglich von acht bis 18 Uhr, samstags bis 13 Uhr geöffnet. Sonn- und Feiertage ohne Beratung und Verkauf. hh