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Ganz schön pikant: „Jazz ist wie Ingwer“

Thomas Siffling, Sebastian Bach und Marcel Guske (von links) auf dem Zimmerplatz. Foto: Jenal
Thomas Siffling, Sebastian Bach und Marcel Guske (von links) auf dem Zimmerplatz. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Sitzplätze waren rar beim Hüttenjazz am Freitagabend: Das Mannheimer Thomas Siffling-Trio zog viele Gäste an. Die Musiker haben auf einer ihrer CDs auch Ausflüge in die Küche unternommen – etwa zum Ingwer. al

Trotz brütender Hitze kamen am Freitagabend viele Besucher zur jüngsten Ausgabe des Hüttenjazz auf dem Zimmerplatz des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Wer zum Auftritt des Mannheimer Jazz-Bläsers Thomas Siffling mit seinem Trio noch einen Sitzplatz ergattern wollte, musste schon lange vor Konzertbeginn um 18 Uhr da sein.

Siffling, Flügelhornist und Trompeter, spielt auch mit der Technik. Er hat auf dem Boden vor sich ein unscheinbares Kästchen, das einiges auf dem Kasten hat. Meist mischt es dem Bläser eine zweite Stimme zu seiner Melodie. Es kann aber auch bestimmte Sequenzen aufnehmen und bei Bedarf wieder abspielen - so bei dem Titel "Emotion". Während Sebastian Bach am Kontrabass und Marcel Guske am Schlagzeug die musikalische Grundlage für das Stück aufbauen, beginnt Siffling mit einer einfachen Melodie. Sobald die eingespielt ist, wiederholt die Maschine sie; Siffling spielt dazu eine weitere einfache Melodie ein.

Nach mehreren Durchgängen bilden die verschiedenen Trompetenmelodien mit Kontrabass und Schlagzeug ein homogenes Klanggebilde. Und jetzt ist für Thomas Siffling die Zeit gekommen, sich mit einem Solo noch Szenenapplaus zu verdienen.

Anekdoten hat er zwischendurch auch zu bieten. Köche, erzählt er, hätten für jedes Stück zu einer der vier Siffling-Trio-CDs ein Rezept kreiert, die Rezepte seien im Booklet der CD verewigt. Eine Köchin soll ihre Meinung zum Jazz so ausgedrückt haben: "Sie sagte: Mit dem Jazz ist es wie mit dem Ingwer, man mag es, oder man mag es nicht." Der Künstler hat diesem Zitat ein Lied gewidmet: "Jazz is like ginger".

In den zehn Jahren, in denen es das Trio gibt, ist es unter den Musikern zu einer Tradition geworden, auf jeder CD einen bekannten Titel zu covern. "Bei unserer letzten CD habe ich mich für Leonard Cohens ‚Halleluja' entschieden." Klar, dass es die instrumentale Interpretation dazu auf dem Zimmerplatz zu hören gab.

Nächsten Freitag, 18 Uhr, spielt die Luxemburger Benoit-Martiny-Band beim Hüttenjazz im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Der Eintritt ist frei.